Umweltschonende Entscheidung

Kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Taufkirchen nutzt Solarstrom vom Dach 

Christopher Ruthner (Geschäftsführer Gemeindewerke), Bürgermeister Stefan Haberl (Aufsichtsratsvorsitzender Gemeindewerke) und Stephan Alschinger (Kundenberater) (vorne v.l.), Andreas Huber (Prokurist), Martin Bauer (Hauptamtsleiter Gemeinde) (hinten v.l.).
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Christopher Ruthner (Geschäftsführer Gemeindewerke), Bürgermeister Stefan Haberl (Aufsichtsratsvorsitzender Gemeindewerke) und Stephan Alschinger (Kundenberater) (vorne v.l.), Andreas Huber (Prokurist), Martin Bauer (Hauptamtsleiter Gemeinde) (hinten v.l.).

Nachhaltig mit Solarstrom versorgt

Taufkirchen – Sowohl das Wasserwerk der Gemeinde Taufkirchen in Flaring als auch die Kläranlage der Gemeinde in Siebmühle wurden zum Ende des Jahres 2020 mit einer Solarstromanlage ausgestattet. Beide Anlagen wurden von den Gemeindewerken Taufkirchen quasi schlüsselfertig errichtet.

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich Bürgermeister Stefan Haberl und der Geschäftsführer der Gemeindewerke Christopher Ruthner einen Eindruck von der Anlage.

Die Gemeindewerke kooperieren bei der Errichtung von Solarstromanlagen (auch PV-Anlagen) mit dem Tochterunternehmen, das bei den Stadtwerken Erding für die Stromversorgung zuständig ist, dem Überlandwerk Erding. Gemeinsam wurden von den beiden Unternehmen im vergangenen Jahr viele Anlagen, vorwiegend in den Vertriebsgebieten der beiden Unternehmen, installiert. Der Großteil der von den beiden Unternehmen installierten PV-Anlagen wird inzwischen mitsamt einem Stromspeicher bestellt, einzelne dieser Anlagen sind sogar in der Lage, die daran angeschlossenen Verbraucher, egal ob Haushalt, Landwirtschaft oder Gewerbe bei einem Stromausfall vorübergehend weiter mit Strom zu versorgen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, zum Beispiel in der Landwirtschaft, wo eine sichere Stromversorgung vielfach unverzichtbar ist.

Für die beiden Anlagen der Gemeinde am Wasserwerk sowie an der Kläranlage kam kein Stromspeicher zum Einsatz, weil der Strom der beiden Anlagen ohnehin nahezu vollständig zeitgleich verbraucht wird. Die beiden Anlagen mit einer Leistung von annähernd je zehn Kilowatt Maximalleistung sind auf Grund ihrer Größe weitestgehend von allen Umlagen und Aufschlägen auf den Strompreis befreit. Die Anlagen dürften sich daher in weniger als zehn Jahren abbezahlt haben und damit den Gebührenpflichtigen bei Wasser- und Abwasser zu Gute kommen.

Die Anlagen schonen also nicht nur das Klima, sondern auch die Kasse der Gemeinde. Solarstrom dort zu produzieren, wo der erzeugte Strom unmittelbar verbraucht wird, dürfte eine der sinnvollsten Formen der Energiewende im Stromsektor sein.

Bürgermeister Haberl teilt mit, dass bereits weitere geeignete Standorte für Solaranlagen auf kommunalen Liegenschaften untersucht werden. Die Ergebnisse sollen im Anschluss dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt werden.

Zum 1. Januar 2021 wurde das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) novelliert. Eine der wesentlichen Neuerung im EEG lautet, dass nun Anlagen mit einer Leistung von bis zu 30 Kilowatt Leistung bzw. 30.000 Kilowattstunden pro Jahr von der Mehrzahl der Umlagen und Aufschläge auf den Strompreis für den Selbstverbrauch befreit sind. Bis zum vergangenen Jahr lautete diese Grenze 10 kW bzw. 10.000 kWh.

Die Installation von PV-Anlagen vor allem für den Eigenverbrauch ist damit weiterhin sehr profitabel, insbesondere für Haushalte und Unternehmen mit einem höheren Stromverbrauch. Die Gemeindewerke Taufkirchen beraten zum Thema Solarstrom und Stromspeicher.

Telefonisch sind die Gemeindewerke unter (0 80 84) 37 39 erreichbar. Ansprechpartner zum Thema Solarstrom ist Stephan Alschinger. - Andreas Huber/Gemeindewerke

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