Corona-Not macht erfinderisch

Kreative junge (Land)Unternehmer aus der VG Velden 

Manuel Schott, 1. Bürgermeister Wurmsham, Thomas Föckersperger von Radio FFR.live, ­Johannes (auf dem Traktor), Lisa und Andreas Gschaider mit Tochter Sophia und Floristin Franziska Breiteneicher (v.l.).
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Manuel Schott, 1. Bürgermeister Wurmsham, Thomas Föckersperger von Radio FFR.live, ­Johannes (auf dem Traktor), Lisa und Andreas Gschaider mit Tochter Sophia und Floristin Franziska Breiteneicher (v.l.).

Dem kooperativen Wirtschaften wollen sie auch nach Corona treubleiben – eine Entscheidung, die zum Mitmachen einlädt.

Velden – Bei blauem Spätmärzhimmel eröffnete im nach außen verlegten Hofladen Gschaider in Eberspoint der jährliche Osterverkauf – ein kleiner Markt, der mit einer erstaunlichen Vielfalt an handgemachten Produkten überraschte. Von interessanten Salzkreationen über verschiedene Essige, Öle, Würste und Schinken, fröhlich-bunte Macarons und andere Naschereien bis zu frischen Blumen, Kränzen und Gestecken und kleinen Basteleien von Seniorinnen aus Eberspoint und Mariaberg reichte das Angebot.

Das „das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile“ wusste Aristoteles, griechischer Philosoph und Systematiker, schon lange bevor wir das erste christliche Osterfest feierten. Seiner zeitlosen Erkenntnis folgen seit geraumer Zeit auch Franziska Breiteneicher (Meisterfloristin), Bettina Müller (Bettinas Cake Shop) und weitere Akteure, die sich auf Initiative von Lisa und Andreas Gschaider (Hofladen und Hirschzucht) zu einem losen Jungunternehmer-Netzwerk zusammengeschlossen haben. Sie machen nicht nur beim Marketing und Verkauf ihrer Erzeugnisse gemeinsame Sache, sondern auch, wenn es darum geht, sich sozial zu engagieren. So stellte Bettina ­Müller ihre Leckereien für den Osterverkauf gratis zur Verfügung. Die junge Meisterfloristin Franziska Breiteneicher bot neben ihren Blumen, Gestecken und Kränzen kleine Blumensamentütchen für den guten Zweck an. Und die kulinarischen Kreationen der Gschaiders werden gerne gekauft, weil sie gut sind und Gutes damit verbunden ist.

Das gefällt unter anderem Manuel Schott, dem 1. Bürgermeister aus der benachbarten Gemeinde Wurmsham und auch dem Radiomoderator Thomas Föckersperger, der auf www.foecki.live über das Engagement des Netzwerks berichtet. Beide waren zur Eröffnung des Osterverkaufs gekommen, um auf den Verkauf von Muttertagsherzen aus Beton aufmerksam zu machen, die Andreas Gschaider in den nächsten Wochen auf Bestellung gießen wird. Denn von jedem verkauften Herz geht erneut etwas an den Veldener Malteser Hilfsdienst – für deren laufende Betriebskosten. Für die junge Lisa Gschaider ist das ihre Art Danke zu sagen für erhaltene Hilfe, die sie brauchte, als bei ihr vor einiger Zeit ein medizinischer Notfall eintrat. „Wären die Malteser nicht gewesen, ich weiß nicht, ob ich das überlebt hätte“, so die junge Frau, die dabei dankbar einen Blick auf ihre acht Monate alte Tochter Sophia wirft.

Dem kooperativen Wirtschaften wollen die Jungunternehmer auch nach Corona treubleiben – eine Entscheidung, die zum Mitmachen einlädt. Dass das erfolgreiche Prinzip vom Geben und Nehmen bei den Gschaiders schon jetzt an die nächste Unternehmergeneration weitervermittelt wird, konnte man im erfrischenden Verkaufsgespräch mit Sohn Johannes (sechs Jahre) erleben. Auch er hat selbstverständlich von seinem beim Osterverkauf Erwirtschafteten etwas für die Malteser gespendet. - Heike Arnold

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