Aus den Gemeinden

Wie lässt sich der Reichertsheimer Ortsteil Ramsau schöner gestalten? 

+
Das ehemalige Feuerwehrhaus mit dem gekiesten Parkplatz ist auch erwähnt worden.

Barrierefreiheit, Bürgerhaus und weitere Bausteine wurden diskutiert

Das Ergebnis einer Feinuntersuchung bekam der Gemeinderat in seiner Sitzung vom Rosenheimer Planungsbüro Rainer Heinz vorgestellt. Zu berücksichtigen war bei Lösungsvorschlägen auch die Behinderteneinrichtung im früheren Kloster, somit sollten Wege und Flächen vorzugsweise barrierefrei ausfallen. Besonders einige Verbindungen seien teilweise mangelhaft befestigt und bei Regen nur schwer begeh- und mit Rollator und Rollstuhl befahrbar. Bei der Schule stellen sich gerne Autos auf den Wende- und Verkehrsübungsplatz, das sei nur außerhalb der Schulzeit erlaubt. Zudem gebe es hier Gestaltungsbedarf. Raum für Verbesserungen gebe es beim Vorplatz der Feuerwehr. Die versiegelte Fläche lade nicht zum Verweilen ein. Auch hier konkurriert die Nutzung der Feuerwehr bei Übungen mit den abgestellten Autos der Friedhofsbesucher.

Für das Dorfleben ist die Feuerwehr an dieser Stelle jedoch positiv zu sehen. Für das ehemalige leerstehende Pfarrhaus nebenan gibt es bereits Pläne für einen Abriss mit Neubau zur Nutzung für die Kirchengemeinde. Wünschenswert sei hier ein Bürgerhaus, dessen Finanzierung aber nicht in Sicht sei. Zumindest die Vorzone sollte einem neuen Dorfplatz zugehören. Der Gehweg an der Lorettostraße habe „keinen einladenden Charakter“, zumal der auch als Parkplatz für Autos herhalten müsse. Die Obstwiese mit Dorfladen werde gut angenommen und sei ein „wichtiger Baustein der Ortsmitte“. Vorstellbar sei darauf ein Spielplatz für Kleinkinder. Gegenüber befindet sich Fichters Kulturladen, bei dem noch eine Erweiterung als Gastwirtschaftsbetrieb im Gespräch sei. Die Veranstaltungen werden von der Gemeinde als „belebend“ wahrgenommen und auch unterstützt. Weiter östlich in der Lorettostraße bemängeln Anwohner die hohe Fahrgeschwindigkeit der Autos, parken aber ihrerseits den Gehweg zu. Eine mögliche Lösung könnte die Reduzierung der Fahrbahnbreite für ein langsameres Tempo sein. Der Pfarrer-Huber-Straße fehle ein Gehweg, das sei aber auch aufgrund der Enge schwierig zu lösen. Die Kreuzung der Loreto- und Dachbergstraße sei der „eigentliche Auftakt zur Ortsmitte“. Ein Gehweg zur Kirche, zur Bushaltestelle an der Bundesstraße und weiter zum Sportplatz fehle.

Gleich daneben ist die frühere Feuerwehr, deren gekiester Vorplatz als Parkfläche dient. Die Brach- und Lagerfläche südlich der denkmalgeschützten Kirche wird als „gravierendster Mangel“ in Bezug auf die Gestaltung und die Nutzung der Ortsmitte bezeichnet. Die östlich anschließende Autowerkstatt verfügt über eine Vorfläche, für die ebenfalls eine andere Gestaltung vorstellbar sei. Bürgermeisterin Annemarie Haslberger bemerkte auf Nachfrage dazu, dass diese Maßnahmen „Stück für Stück umgesetzt werden könnten, sofern die Grundeigentümer mitmachen“. Für die Lorettostraße gelte allerdings was für andere Baugebiete auch zähle, nämlich dass Stellplätze auf dem eigenen Grundstück noch die beste Lösung seien.  - kg

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

40 Jahre Landjugend Moosen - ein geniales 2-Tage-Fest
40 Jahre Landjugend Moosen - ein geniales 2-Tage-Fest
Unfallflucht nach Zusammenstoß mit Baustellenabsperrung in Heldenstein
Unfallflucht nach Zusammenstoß mit Baustellenabsperrung in Heldenstein
Busfahrerin stirbt nach Zusammenstoß mit Pkw bei Johannrettenbach, Gemeinde Taufkirchen/Vils
Busfahrerin stirbt nach Zusammenstoß mit Pkw bei Johannrettenbach, Gemeinde Taufkirchen/Vils
Ladendetektiv erwischt 13-Jährige beim Diebstahl in Mühldorf
Ladendetektiv erwischt 13-Jährige beim Diebstahl in Mühldorf

Kommentare