Leben in Corona-Zeiten

BRK im Landkreis Erding mit alten und neuen Aufgaben

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BRK-Gemeindeschwester Martina Vollmuth (links), Heimleitung des Pichlmayr Erding Katja Engl (rechts), dazwischen zwei Mitarbeiterinnen des Seniorenheims

Erding – Die Coronakrise hat alle fest im Griff. Beim BRK im Landkreis Erding läuft vieles nicht, wie an normalen Tagen. Neue Aufgaben kommen hinzu, Alltagsaufgaben müssen anders bewältigt werden. Alltagsaufgaben, zu denen der Rettungsdienst zählt, unterliegen besonderen Hygienevorschriften. Mitarbeiter anderer Bereiche, wie Fahrdienst, Hausnotruf und Essen auf Rädern, achten in diesen Tagen besonders auf die Gesundheit der Kunden und ihrer eigene. Auch hier werden Schutzmaßnahmen ergriffen. 

Blutspenden ist weiterhin möglich und wichtig. Besondere gesundheitsschützende Maßnahmen wurden in Dorfen und Erding ergriffen. Die Blutspender waren bei den letzten Terminen sehr geduldig. Es gab keinerlei Diskussionen wegen längerer Wartezeiten oder langer Schlangen. Die Warteschlangen waren enorm lang, da zwischen den Spendern ein Abstand von ca. zwei Metern eingehalten werden musste. Die Bereitschaft zum Blutspenden war groß. Nach Dorfen kamen an einem Tag 208 Spender, davon 41 Erstspender. In Erding waren es an drei Tagen 695 registrierte Blutspender, davon 174 Erstspender. Neben Mitarbeitern und Ehrenamtlichen des BRK Erding, waren hier auch sechs Jugendliche der Jugendinitiative COVID19 tätig. Hochmotiviert unterstützten sie die Arbeit. Das war dringend nötig, da neue Aufgaben beim Blutspenden dazu kamen: Fiebermessen und Brotzeitpakete ausgeben. 

Neue Aufgaben prägen derzeit den Alltag. Das BRK ist immer noch mit der Versorgung der Screening-Stelle in Erding beschäftigt. Morgens wird Kaffee gemacht, werden belegte Semmeln und bei Bedarf Obst geholt und zur Screening-Stelle gebracht. Am Nachmittag wird das Equipment wieder eingesammelt. Es gab einen Tag, da musste der Malteserhilfsdienst, mit dem ansonsten im täglichen Wechsel gearbeitet wird, einspringen. Zwei Helfer hatten Kontakt zu einer Person mit Corona-Verdacht und mussten in Quarantäne. Am nächsten Tag war eine Lösung da, sodass wieder im täglichen Wechsel mit den Maltesern gearbeitet werden konnte. 

Die Mitglieder der Gliederung Wohlfahrts- und Sozialarbeit nähen fleißig zusammen mit den „Grünen Damen“ vom Klinikum, Masken für das Klinikum. Natürlich näht jeder für sich zu Hause, damit keine Ansteckungsgefahr besteht. Die Senioren der Altenheime in Erding erhalten zu Ostern eine kleine Aufmerksamkeit. Die Bewohner der Seniorenheime leben im Moment sehr isoliert. Die Angehörigen dürfen sie zu Ostern nicht besuchen. Als kleine Freude bekommen die Bewohner eine Tüte vollgepackt mit kleinen Überraschungen. Diese wurden größtenteils gesponsert. In den eigenen Reihen muss sich ebenfalls gekümmert werden. Mitarbeiterinnen nahmen sich der BRK-Senioren an und tätigten über 120 Anrufe. Persönliche Besuche sind derzeit verboten und nicht sinnvoll. Bei den Anrufen wurde geratscht, gelacht, gefragt, ob etwas benötigt wird und auch über Sorgen und Probleme gesprochen. Die Aktion kam bei den Senioren sehr gut an.  - dap

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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