Gut organisiert

BRK Landkreis Erding meistert Krise gemeinsam

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Ein Teil des Krisenstabs im BRK Kreisverband Erding

Erding – Noch bevor Ministerpräsident Markus Söder den Katastrophenfall wegen des Corona-Virus ausrief, war das Bayerische Rote Kreuz in erhöhter Alarmbereitschaft. Deshalb gibt es bereits seit drei Wochen einen Krisenstab beim Roten Kreuz in Erding. Nachdem BRK-Präsident Theo Zellner den Krisenfall intern ausrief, wurden die Krisenstäbe erweitert und laufen seit knapp zwei Wochen in vollem Umfang.

Der BRK-Krisenstab in Erding baute bisher alle Strukturen auf, alles Organisatorische und Einsatzdienstliche steht. Zweimal täglich finden Lagebesprechungen statt, bei denen der Krisenstab alle kurzfristig aufgetretenen Probleme bespricht und Lösungen findet. Sollte es notwendig sein, kann der Krisenstab im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten. Die Dienstpläne stehen fest. Das Hauptamt aus allen Bereichen und das Ehrenamt aller Gliederungen arbeiten Hand-in-Hand. „Wir sind bestens gerüstet, um den Menschen im Landkreis Erding zu helfen“ sagt BRK-Krisenmanagerin Gisela van der Heijden.

Das Hilfeersuchen für den Landkreis Erding kommt von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt. Dort arbeiten drei BRK-Fachberater mit. Bereits unterstützt wird die Verwaltung der Abstrichstellen in Dorfen und Erding. Das BRK versorgt, im täglichen Wechsel mit dem Malteser Hilfsdienst, die Patienten mit Warmgetränken und die Mitarbeiter mit Essen.

Eine besondere Herausforderung stellt die derzeitige Corona-Lage für die Bereiche Rettungsdienst und den betreuten Fahrdienst dar. Sie haben ständigen Kontakt mit kranken Menschen. Hier greifen besondere Vorsichts- und Hygienemaßnahmen. Diese dienen dem Schutz der Patienten sowie der Mitarbeiter und werden strikt eingehalten. Die Gemeindeschwester spürt in ihrer Arbeit ebenfalls die Veränderung. Sie hält einen engmaschigen Kontakt zu den Senioren. Täglich telefoniert sie mit ihren aktuellen Hilfesuchenden, fragt nach dem Rechten und bietet Lösungen für Probleme an.

Der Corona-Virus macht um die Mitarbeiter und Einsatzkräfte keinen Bogen. Deshalb halten sich alle an die staatlichen Vorgaben. Ein paar wenige sind zwar betroffen, aber der überwiegende Teil ist einsatzbereit, ist im Dienst oder in Bereitschaft. Die staatlichen Vorgaben betreffen auch das BRK. So mussten beispielsweise die BRK-Shops und die Frischküche im BRK-Kinderhaus geschlossen werden und die Erste Hilfe-Kurse, Schwimmkurse sowie die interne Ausbildung eingestellt werden.

Durch das Corona-Virus wurden aber auch zwei Angebote schnell aufgestellt. Der Einkaufsservice in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und einer kürzlich gegründeten Jugendgruppe im Landkreis steht. Dieser ist für alle in häuslicher Quarantäne (angeordnet oder selbstauferlegt) erreichbar unter Telefon (0 81 22) 97 62 47, Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr. Die Helferinnen und Helfer des Wohlfühltelefons für die gleiche Zielgruppe hören gerne zu und unterhalten sich. Wenn jemandem die Decke auf den Kopf fällt ist die Telefonnummer  (0 81 22) 97 62 70, Montag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr erreichbar.

„Wir sind alle betroffen vom Corona-Virus. Es bestimmt derzeit unser aller Leben. Das BRK im Landkreis Erding ist für alle Menschen da. Wir unterstützen und helfen mit aller Kraft und entsprechend unserer Aufgaben. Alle können helfen. Mit aktiver, tatkräftiger Unterstützung, aber auch mit der Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen. Wir sind davon überzeugt, dass wir diese Krise gemeinsam meistern“ so der Leiter des Krisenstabs Andreas Lindner.  - dap

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