Kommunalwahlen in Bayern

Landratskandidat Hans Schreiner stellt sich in Dorfen vor

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Doris Minet, Simone Jell-Huber, Paula Hutner, Hans Schreiner, Emma Wiegel und Ulrike Frank-Mayer

Dorfen – Freie Wähler, SPD und Grüne haben Hans Schreiner zum gemeinsamen Landratskandidaten nominiert. Das müsste eigentlich ein Spagat für die Parteien werden, schließlich treten sie bei den Wahlen 2020 alle mit eigenem Programm an. Doch die Schnittmengen sind groß. Das zeigte sich am vergangenen Montag im Jakobmayer-Saal in Dorfen. Sie reichen weit über die gemeinsame Zielsetzung: „Wir wollen den Politikstil im Landkreis ändern.“ „Die Entscheidung, Hans Schreiner als gemeinsamen Landratskandidaten ins Rennen zu schicken, haben wir uns nicht einfach gemacht“, sagte Kreis- und Stadträtin Ursula Frank-Mayer. „Wir haben lange diskutiert, auch mit der grünen Basis“, so die 60-jährige Dorfenerin. 

Ähnlich ging es SPD und den Freien Wählern: Ein interner, langwieriger Prozess sei es gewesen, sagte SPD-Bürgermeisterkandidatin Simone Jell-Huber. „Ziel war es jemanden aufzustellen, durch den sich die Wähler auch vertreten fühlen.“ Auch für die Freien Wähler sei es nicht einfach gewesen, so Dorfens 3. Bürgermeisterin Doris Minet: „Aber es hat funktioniert.“ Besonnenes, konstruktives Arbeiten“ stellte der gemeinsame Kandidat den Parteien in Aussicht. Sei es bei der ökologischen Landwirtschaft, dem Thema Krankenhaus oder dem ÖPNV: „Ich mag die Menschen und höre zu, außerdem sind mir Diskussionen wichtig, diese können durchaus heftig und kontrovers sein.“ Zudem versprach Schreiner im Falle eines Wahlsieges, immer die beste Lösung zu suchen: „Ich werde die Geschicke des Landkreises mit Herz und Hirn anpacken.“ 

Für ihn sei es wichtig gewesen, dass die anderen Parteien keine Bedingungen an seine Kandidatur gestellt hätten. Keine Frage, Schreiner ist kein Grüner. „Ich stamme aus einem konservativen Haus“, bekannte er. Dennoch muss er sich bei den Themen erneuerbare Energien und Klimawandel nicht verbiegen: „Wir brauchen längst keine neutrale Klimabilanz mehr – wir müssen CO2-negativ werden“, so der studierte Agrarwissenschaftler und Landwirt im Jakobmayer-Saal. Das beinhaltete auch, dass sich Lebensstil und -standard der Menschen im Landkreis künftig ändern werden. Auch Dorfens Klimaschutz-Nachwuchs Paula Hutner und Emma Wiegel sprachen. Die Dorfener Gymnasiastinnen luden zur „Friday for Future-Demo ein, die am Freitag auch in Dorfen stattgefunden hat. „Wir können nicht so weitermachen wie bisher“, sagte Hutner. Und Schulkameradin Wiegel ergänzte: „Auch in Dorfen muss was passieren. Es ist allerhöchste Zeit.“  - hes

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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