Schöne Idee als Dankeschön

LSV-Mitglieder danken der Gruberin

Mit diesem Foto hat sich Andreas Zimmer aus Sonnendorf bei dem Danke-Video beteiligt.
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Mit diesem Foto hat sich Andreas Zimmer aus Sonnendorf bei dem Danke-Video beteiligt.

Erdings beliebteste und bekannteste Kabarettistin Monika Gruber bezieht gerne Stellung, auch für die regionale Landwirtschaft bricht sie immer wieder die Lanze.

Erding/Sonnendorf – Erdings beliebteste und bekannteste Kabarettistin Monika Gruber bezieht gerne Stellung, auch für die regionale Landwirtschaft bricht sie immer wieder die Lanze. Sei es in ihren Programmen, in ihren Online-Posts oder in ihrem neuen Buch „Und erlöse uns von den Blöden“.

Ein Auszug aus ihrem Buch, das sie mit Andreas Höck mit viel schwarzen Humor geschrieben hat, wurde in der FAZ veröffentlicht. Dabei bezog die Bauerstochter klar Stellung gegen die Stigmatisierung von Landwirten als Volldeppen, Umweltvergifter und Tierquäler. Das bewog zehn Familien aus Südost-Bayern, unter anderem auch Andreas Zimmer aus Sonnendorf, mit einem Video an die Gruberin Danke zu sagen.

Sie alle sind Mitglieder des Vereins LSV (Landwirtschaft verbindet Bayern), der das Image der Landwirtschaft wieder stärken möchte und mit verschiedenen Demonstrationen schon auf sich aufmerksam gemacht hat. Diese zehn Familien haben sich bei der Arbeit fotografiert lassen, Andreas Lang aus Rupolding/Landkreis Traunstein habe die Bilder zu einem Video zusammengestellt und mit einem Gedicht seiner Frau Karin hinterlegt, in dem sie sich für Grubers Worte „mit Verstand und viel Gespür“ bedankt.

„Monika Gruber sagt in ihrem Buch genau das, was sich viele Landwirte denken“, erklärt Zimmer. Sein Foto hat er im Kreisobstlehrgarten in St. Wolfgang aufgenommen. Denn er ist kein Landwirt, aber ein großer Sympathisant der örtlichen Bauern. „Der LSV Süd-Ost, eine Untergruppe vom LSV Bayern und Deutschland, wollte das würdigen und auch mal Danke sagen, dass auch Prominente die Lage der Landwirtschaft sehen und dafür einstehen, obwohl sie keine Landwirtschaft haben.“

Der LSV sei zwar eine Basisbewegung für Landwirte, „vom konventionellen bis zum Biobauern, vom Biogasler bis zum Sauhalter und auch für normale Verbraucher offen“, wie er einer sei, die eigentlich nichts mit der Landwirtschaft zu tun hätten. Ziel sei es, dass die Landwirtschaft in Deutschland wieder mehr wertgeschätzt werde. Denn immer mehr Verarbeitungsbetriebe, wie die großen Schlachthöfe Vion und Tönnies, würden ihre Betriebe Richtung Osteuropa verlegen. Das bedeute, dass die Preise für unsere Erzeuger fallen würden. Das habe die Gruberin in ihrem Buch auch angesprochen. Viel Information habe sie dafür von ihrem Bruder erhalten, vermutet der LSV-Vertreter des Landkreises Erding.

Er sei sehr engagiert bei der Bewegung, habe unter anderem auch die Demo am Chiemsee mitorganisiert, als sich dort Merkel und Söder trafen. „Mir ist es wichtig, dass unsere Landwirtschaft noch eine Zukunft hat und wir nicht mehr importieren müssen und vom Ausland abhängiger werden.“ Denn dann könne man nicht mehr nachvollziehen und verhindern, welche Stoffe, Substanzen oder in der EU schon verbotenen Spritzmittel bei der Produktion der Nahrungsmittel verwendet werden. „Bei unseren eigenen Landwirten können wir das über Verordnungen und Gesetze steuern“, betont der 35-Jährige.

Um ihrer prominenten Mitstreiterin zu danken, hätten sie nicht nur das Video produziert, sondern vergangene Woche auch eine Geschenktasche ihren Eltern in Tittenkofen übergeben, weil die Gruberin selber verhindert war. Zimmer konnte ebenfalls nicht persönlich dabei sein. Aber Alexander Ströber aus Altötting habe dies übernommen.

Via Facebook würdigte die Kabarettistin postwendend das Engagement der bunt gemischten Gruppe. „Ganz lieben Dank für Euer liebes Video als Reaktion auf mein Buch ...“ schrieb sie allen zehn Familien schon vorab via Facebook. Und für den Besuch bei ihren Eltern daheim bedankte sie sich mit einem Video. „Mei Baba hat sich schon wieder das Beste rausgenommen, das Gräucherte. Mir ist der Alkohol geblieben. Es gibt auch noch Gerechtigkeit auf dieser Welt. Euer Video ist echt großartig,“, erklärt sie darin und versprach es auch ihren Eltern noch vorzuspielen. „Da werden sie sich freuen, total lieb.“

Die ganze Welle an Interview- anfragen habe sie überrollt und die Resonanz auf den Artikel in der FAZ sei bombastisch gewesen, verrät die Erdingerin darin weiter. Das zeige, dass es nicht nur Blöde in Deutschland gebe und einen Restfunken, dass irgendwann die Leute einsehen, dass Landwirtschaft für dieses und jedes Land notwendig sei. „Lasst euch nicht unterkriegen, eure Gruberin.“ Das Dankesvideo der Landwirte ist auf der offiziellen Facebookseite von Monika Gruber zu sehen. til

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