In Erinnerung

Mit Bernhard Fries hat Taufkirchen einen vielseitig engagierten Mann verloren - ein Nachruf

Bernhard Fries liebte Wanderungen in der Natur.
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Bernhard Fries liebte Wanderungen in der Natur.

Ein geschätzter Lehrer und Liebhaber der Natur und Bücher

Taufkirchen – Mit Bernhard Fries hat Taufkirchen einen vielseitig engagierten Mann verloren. Der beliebte Lehrer der Taufkirchener Realschule engagierte sich sehr beim Bund Naturschutz, Ortsgruppe Taufkirchen-Holzland, in der Bücherei und im Pfarrgemeinderat Taufkirchen. Im Alter von 75 Jahren ist er für viele überraschend gestorben und im engsten Familienkreis in München beerdigt worden.

Fries erblickte in Mering bei Augsburg am 10. März 1945 das Licht der Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums zuerst in Augsburg, dann in München, studierte er Biologie, Geographie und Chemie. Schon in jungen Jahren verbrachte er seine Freizeit am liebsten mit Wanderungen und Naturbeobachtungen.

Im Jahr 1973 zog er gleich nach dem Lehramtsstudium mit seiner Frau Renate Sterzer, eine Erzieherin, und Tochter Antonia nach Taufkirchen. Hier trat er seine erste Stelle an der neugegründeten Realschule an, wo er bis zur Pension unterrichtete. Tochter Felicitas kam 1974 zur Welt. Wie beliebt er als Lehrer war, zeigen die vielen Kondolenzschreiben seiner ehemaligen Schüler und Kollegen.

Fries war engagiertes Mitglied des Bund Naturschutz, 1987 sogar Gründungsvorsitzender der Ortsgruppe Taufkirchen-Holzland. Dieses Amt übte er zehn Jahre lang aus. Unermüdlich setzte er sich mit seiner Gruppe unter anderem für den Erhalt der Kirchberger Lindenallee ein und organisierte erfolgreich ein Fest zu deren 100-jährigem Bestehen mit. Fries hielt auch viele Vorträge beim Bund Naturschutz, nahm an allen Exkursionen zu Biotopen und Naturdenkmälern der Region sowie an allen Versammlungen teil.

Als Pfarrgemeinderat brachte er sich viele Jahre zum Wohl der Taufkirchener Pfarrgemeinde ein. Eine weitere Leidenschaft gehörte den Büchern. 45 Jahre engagierte er sich für die örtliche Bücherei, war unter anderem 20 Jahre lang im Kuratorium für den Einkauf neuer Literatur und für die Jahresstatistiken zuständig und gerne bis zum Schluss in der Ausleihe tätig. „Er mochte den Kontakt zu den Leuten“, sagt Bücherei- leiterin Brita Schild. Für seine gesellige, sehr freundliche und auch witzige Art wurde er vom Büchereiteam sehr geschätzt.

2014 erhielt er für dieses ehrenamtliche Engagement das Ehrenzeichen des Michaelsbundes in Gold und vom Bayerischen Ministerpräsidenten, 2016 das Ehrenzeichen als Anerkennung für seine langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit. - til

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