Umweltschutz in Zeiten von Corona

Müll-Spaziergang der Initiative „Unfairmüllt“ in Dorfen

Lisa Gadenne-Wurzbacher und Kathrin Daschinger und (v.l.) räumen mit Plastikmüll auf: „Kunststoff modert jahrhundertelang vor sich hin“, sagen die Langenpreisingerinnen und fordern zum Sammeln von Müll auf.
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Lisa Gadenne-Wurzbacher und Kathrin Daschinger und (v.l.) räumen mit Plastikmüll auf: „Kunststoff modert jahrhundertelang vor sich hin“, sagen die Langenpreisingerinnen und fordern zum Sammeln von Müll auf.

Rund zehn Leute aus Dorfen und Umgebung beteiligten sich an der Aktion

Dorfen – Eisbecher, Papierfetzen und vor allem Kippen, hier und dort aber auch Masken oder Flaschen – rund zehn Leute aus Dorfen und Umgebung sammelten bei einem Spaziergang durch die Stadt achtlos auf den Boden geworfenen Müll ein, informierten sich dabei über Plastik und anderen Unrat, der täglich anfällt. Eingeladen hatte die Initiative „Unfairmüllt“ aus Langenpreising.

Keine Frage: Zigaretten, die im Stadtpark ausgetreten werden, sind eine Sauerei. Zum einen enthalten die Stummel über 7000 Giftstoffe, darunter Nikotin, Blei und Kadmium. Andererseits verrotten Kippen erst nach vielen Jahren. Die Glimmstängel in den Gully werfen, sei erst recht keine Option, denn dadurch geraten diese ins Grundwasser. „Bei Clean-up-Aktionen, etwa in Wartenberg, Erding oder auch Moosburg, haben wir innerhalb von drei, vier Stunden bis zu 25.000 Kippen aufgesammelt, viele davon sogar auf Spielplätzen“, sagte Initiatorin Kathrin Daschinger aus Langenpreising.

Und Mitstreiterin Gadenne-Wurzbacher ergänzte: „Je länger wild entsorgter Müll liegen bleibt, desto schwieriger wird dessen Beseitigung.“ Besonders problematisch seien dabei Stoffe aus Plastik- und Styropor. „Beides zerfällt, begünstigt durch Witterungseinflüsse, bereits bei leichten Kontakten in kleine Einzelteile, das sogenannte Mikroplastik,“ Dieses wiederum verbleibe mit all den enthaltenen Schadstoffen in der Natur. „Achtlos in die Natur geworfener Müll kann somit in sensible Ökosysteme gelangen und sogar Bestandteil unserer Nahrungskette werden“, so Gadenne-Wurzbacher.

Motiviert griffen die Teilnehmer zu den Müllgreifern, um jedes noch so kleine Teilchen Unrat aufzuheben. „Ich bin jung und werde noch lange auf der Erde leben, da ist es wichtig unseren Planeten zu schützen. Schließlich wollen wir nicht eines Tages im Dreck ersticken“, erklärte der zwölfjährige Jannik Arnold aus Erding, der gemeinsam mit seinen Eltern und Schwester Sonja an dem Spaziergang teilnahm.

Die Ehrenamtlichen von der Initiative „Unfairmüllt“ beschäftigen sich seit 2018 mit einem größtmöglichen Verzicht auf Einwegplastik, Wer Interesse hat, sich anzuschließen, kann per E-Mail: info@unfairmuellt.org oder über Facebook Kontakt aufnehmen. - hes

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