Nachruf

Adolf Kraxenberger

Alter Mann mit Anzug und roter Kravatte
+
Der beliebte Veldener Adolf Kraxenberger ist verstorben.

Der bekannte und engagierte Veldener Mitbürger ist im Alter von 84 Jahren für viele schnell und unerwartet verstorben.

Velden – In vielfältiger Weise hatte er sich über Jahrzehnte in das gesellschaftliche und kirchliche Leben in Velden eingebracht.

Adolf Kraxenberger wurde am 5. Februar 1936 als Sohn von Peter und Theres Kraxenberger in Gifthal geboren. Gemeinsam mit seinen Geschwistern Frieda, Peter und Rudi verbrachte er dort seine Kindheit und Jugend. Schon früh musste sein Vater in den Krieg ziehen, wurde dann schnell als vermisst gemeldet und kehrte nie mehr zurück. Seine Mutter Therese bewirtschaftete den Bauernhof alleine mit ihren vier Kindern. Von 1942 bis 1950 besuchte er die Volksschule in Pauluszell und absolvierte anschließend die Berufsschule. Schon während seiner Schulzeit und auch danach arbeitete er auf dem elterlichen Anwesen mit. Ab 1957 ging Adolf Kraxenberger als Maurerlehrling zur Firma Fritz Hübl in Velden. Nach dem Abschluss seiner Lehre wechselte er zur Firma Aukofer in München und arbeitete in einer Akkordpartie. Dort blieb er für 14 Jahre, bevor er 1975 zur Firma Jakob Höfelschweiger in Babing wechselte, bei der bis zu seinem Renteneintritt tätig war.

1963 heiratete er in Münster seine Frau Fanny, die ihm mit Adolfine, Christina und Angelika drei Töchter schenkte. Die Familie lag Adolf Kraxenberger stets am Herzen. Voller Stolz war er auf seine Enkelkinder Tanja, Verena, Tobias, Julia, Michael, Franziska und seinen Urenkel Sebastian. Er unterstützte seine Familie, wo immer es ihm möglich war. Besonders am Herzen lag ihm das im Jahr 1963 in der Kirchstraße gegründete Schreibwarengeschäft. Bis zum Beginn der Corona Pandemie im März diesen Jahres stand Adolf Kraxenberger über viele Jahrzehnte mit Rat und Tat seiner Frau Fanny zur Seite. Man konnte ihn oft vor oder im Laden sehen und ein freundlicher Ratsch war allen Kunden und Passanten gewiss. Im Ruhestand übernahm er Hausmeister- und Fahrdienste und fing zum Kochen an.

Pfarrer Tobias Rother betonte bei der Beerdigung, dass die Pfarrgemeinde Adolf Kraxenberger zu großem Dank verpflichtet ist. Er brachte sich in drei Wahlperioden im Pfarrgemeinderat ein und war über 45 Jahre ein Mitglied des Kirchenchores. Bei vielen kirchlichen Festen hat er mitgeholfen, auch Fahrten bei Nikolausdiensten und den Sternsinger übernommen. Seine Begeisterung für den Gesang zeigte sich bei der Liedertafel, bei der er 48 Jahre mit Leidenschaft aktiv war. Über 40 Jahre gehörte er der Marianischen Männerkongregation an. Adolf Kraxenberger war auch aktiv beim Katholischen Männerverein, wo er gerne bei den Vorbereitungen fürs Arnbier half und bei kirchlichen Festen die Altäre aufbaute. Viel Freude bereiteten ihm die Fahrten mit dem Männerverein, die er gemeinsam mit seiner Frau unternahm.

Als Familienmensch konnte Adolf Kraxenberger es auch genießen, in seinem Garten zu arbeiten und hatte viel Freude, wenn seine Töchter, Schwiegersöhne, Enkel und der Urenkel um ihn waren. Am 5. Oktober ist Adolf Kraxenberger verstorben. Eine große Trauergemeinde nahm Abschied von einem beliebten Mitbürger. Die Blaskapelle Velden spielte dem Ehrenmitglied des Musikvereins einen letzten Gruß. Ehrende Nachrufe sprachen der Trachtenverein Pauluszell, die Männerverein Velden, der TSV Velden, die Krieger- und Soldatenkameradschaft Velden, die Liedertafel, der Schützenverein Pauluszell und die Marianische Männerkongregation.

Thomas Schratzenstaller

Auch interessant:

Meistgelesen

Gemeinde Wurmsham: Manuel Schott ist ab 01. Mai 2020 der neue …
Gemeinde Wurmsham: Manuel Schott ist ab 01. Mai 2020 der neue Bürgermeister
Erlös des Fastenessens in Schönbrunn geht an Haunersches Kinderspital
Erlös des Fastenessens in Schönbrunn geht an Haunersches Kinderspital
„Pfotenhoffnung“ für ältere Hunde und Menschen
„Pfotenhoffnung“ für ältere Hunde und Menschen

Kommentare