Lebendige Ortsmitte

Neues Pfarrheim im Haager Zehentstadel

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Freuen sich auf den Startschuss (v.l.): Bauamtsleiter Andreas Grundner, Architekt Udo Rieger, Bürgermeisterin Sissi Schätz, Barbara Wieland, Verwaltungsleiterin der Pfarrei, Pfarrer Pawel Idkowiak und Kirchenpfleger Hermann Jäger.

Der Startschuss für die neuen Räumlichkeiten ist erfolgt. Auch ein Medienzentrum soll in dem historischen Gebäude entstehen

Haag – Mit einem runden Tisch im Rathaus eröffneten die Vertreter der katholischen Pfarrei gemeinsam mit denen des Markt Haag die Planungsphase. Das neue Pfarrheim soll dabei im Westteil des Zehentstadels mit Pfarrsaal, Neben- und Gruppenräumen eingebaut werden. Dieser wird nach der Fertigstellung von der Kirchenstiftung angemietet. Gleichzeitig soll in diesem Modul die Bücherei als Medienzentrum entstehen. Sie wird künftig vom Bau und Unterhalt her in der Verantwortung der Marktgemeinde Haag liegen und nicht von der Pfarrei angemietet werden. Beabsichtigt ist allerdings eine gemeinsame Zusammenarbeit beim Betrieb, teilte Haags Bürgermeisterin Sissi Schätz mit. Sie stellte bei dem Treffen Architekt Udo Rieger aus Isen als Planer der Baumaßnahme am Zehentstadel vor. Der Gemeinderat hatte ihn nach einem europaweit durchgeführten Auswahlverfahren mit der Planung beauftragt. Rieger erläuterte anhand einiger Referenzobjekte – unter anderem der Haager Bauernmarkt und das Kulturzentrum Jakobmayer in Dorfen – die Vorgehensweise für das Haager Großprojekt. Es umfasst auch das Kino mit Café in der ehemaligen Turnhalle im Ostflügel des Gebäudes. „Für das Pfarrheim sollten wir so wichtige Dinge wie Fenster und Fassadenöffnungen sobald wie möglich mit dem Denkmalschutz abstimmen“, erklärte der Architekt. „Mit der Entwurfsplanung wird dann ein Zeitplan für die Ausführung erstellt, denn dann sind auch die Fachplaner für Heizung, Lüftung, Sanitär, Statiker und Brandschutz soweit.“

Lenkungsgruppe Einigkeit herrschte bei den Vertretern von Kirche und Gemeinde, dass eine Lenkungsgruppe sinnvoll ist, die die Planungsschritte begleitet. In ihr sollen auch die Gedanken und Hinweise der Nutzer gebündelt werden. Neben den Gemeinderatsfraktionen sollten die Kirchen- und Gemeindeverwaltungen darin vertreten sein, hieß es. Entscheidungsgremien würden der Gemeinderat und der Bauausschuss bleiben. Rieger hat mit dieser Vorgehensweise bei Projekten mit vielen Nutzungsmöglichkeiten gute Erfahrungen gemacht. Die Bildung dieser Lenkungsgruppe soll dem Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen zur Entscheidung vorgelegt werden, sagte Schätz. Künftiger Mieter wird die Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt sein. Ein Mietvertragsentwurf vom Erzbischöflichen Ordinariat München liege dem Markt Haag vor und soll Grundlage für eine gemeinsame Willensbekundung von Gemeinde und Kirchenverwaltung sein, das Projekt durchzuführen. Der endgültige Mietvertrag wird geschlossen, wenn aufgrund des vereinbarten Raumprogramms sowie der Art und Weise der Ausstattung die Miete festgelegt werden kann. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die Planungen nun zügig in Angriff genommen werden sollen. Damit das bisherige Pfarrheim bis zum Umzug noch vollständig genutzt werden kann, wird die Kirchenstiftung einige „Not“-Reparaturmaßnahmen durchführen. „Ein paar Jahre muss es noch durchhalten“, meinte Kirchenpfleger Hermann Jäger.aj

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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