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Neujahrskonzert wieder Ohrenschmaus

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Schon zum 9. Mal lud der Kulturverein Schwindegg zu diesem einmaligen musikalischen Erlebnis auf höchstem Niveau.

Das Neujahrskonzert des Kulturvereins Schwindegg, das zum 9. Mal stattfand, war wieder ein einmaliges musikalisches Erlebnis auf höchstem Niveau.
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Das Neujahrskonzert des Kulturvereins Schwindegg, das zum 9. Mal stattfand, war wieder ein einmaliges musikalisches Erlebnis auf höchstem Niveau.
2 / 2Tobias Jackl mit Laura Faig udn Max Strutynski © kmd

Schwindegg - Vorsítzender Karl-Michael Dürner und sein Team konnten wieder eine Reihe von Gästen im Saal des Schwindegger Bürgerhaus begrüßen. Rund zwei Stunden lang verzauberten Laura Faig mit ihrer Stimme, Tobias Jackl auf dem Klavier und Max Strutynski auf seiner Klarinette die Zuhörer mit einem abwechslungsreichen und höchst anspruchsvollen Programm. Den Anfang machten Tobias Jackl und Laura Faig mit vier französischen Liedern von Gabriel Fauré. Als Faigs Stimme zu den begleitenden Tönen des Klaviers im Saal des Bürgerhauses erklang und diesen mit Leben und Freude erfüllte war den Zuhörern sofort klar, welch talentierte und professionelle Künstlerin sich vor ihnen befinde. Weiter ging es mit einer Programmänderung.

Aufgrund einer noch nicht ganz auskurierten Grippe der Sopranistin musste das Publikum auf die Stücke von Louis Spohr verzichten, da diese wegen ihres hohen Niveaus zu diesem Zeitpunkt leider nicht gesungen werden konnten. Aber Tobias Jackl und Max Strutinsky schafften mit ein paar sehr schönen Stücken von Robert Schumann und einem Stück aus der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach Abhilfe und die Zuhörer dankten es Ihnen mit sehr viel Applaus. Mit diesem Stück von Bach traten die beiden schon bei einem Wettbewerb in Amerika an. Nach der Pause waren die Variationen in d-moll op. 18b von Johannes Brahms an der Reihe, welche Jackl komplett auswendig zum Besten gab. Weiter ging es mit dem Grand Duo Concertant Es-dur op. 48 von Carl Maria von Weber. Hierbei zeigte sich zum wiederholten Male die einmalige Klasse der beiden Künstler. Zum einem Max Strutinsky mit der Klarinette, zurecht hat er schon viele Preise mit diesem Instrument gewonnen und zum anderen Tobias Jackl auf dem Klavier. Beide zusammen ein unschlagbares Duo das die klassische Musik lebendig werden lässt und für jeden liebeswert macht.

Den Abschluss machte dann „Some Assembly Required“ ein eher modernes Stück von Arthur Gottschalk, an dem sich die beiden Künstler mit ihrer Phantasie und Virtuosität noch einmal austoben konnten. Nach vielem Beifall der Gäste kamen die drei noch einmal auf die Bühne und verabschiedeten sich mit einem heiteren Lied, gemischt aus Klavier- und Klarinettenklängen und den Stimmen von Tobias Jackl und Laure Faig. Resümierend, ein sehr gelungener Abend an dem es niemandem langweilig wurde. Dies lag vor allem auch daran, dass Tobias Jackl vor jedem Stück mit seiner heiteren Art den Zuhörern das nötige Hintergrundwissen zu Komponist und Stück vermittelte. Einziger Wehmutstropfen war jedoch, dass deutlich weniger Gäste den Weg ins Bürgerhaus fanden als im Jahr davor. Vielleicht lag dies an den eisigen Temperaturen, oder an dem fatalen Fehler im Veranstaltungskalender der Gemeinde, in dem das Konzert bereits auf den Neujahrstag datiert war. Dafür möchten wir uns nochmals entschuldigen und bedanken uns bei allen Gästen für ihren Besuch. Nichts desto trotz wird an dieser Institution festgehalten, das neue Jahr mit klassischen Klängen zu begrüßen. Vor allem dann im nächsten Jahr, wenn man das 10-jährige Bestehen des Neujahrskonzert feiern kann. Hierzu werden wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Ein großes Dankeschön noch einmal an die drei Künstler und ihre Bereitschaft, ihr Können, ihr Talent und ihre Klasse für dieses Konzert jedes Jahr zur Verfügung zu stellen. kmd

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