1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Dorfen

Von New York nach Dorfen

Erstellt:

Von: Christian Schäfer

Kommentare

Nina Plotzki
Nina Plotzki wird gemeinsam mit ihrer Band am 8. Oktober im Jakobmayer-Saal ihr zweites Album „Marlene“ vorstellen. © privat

Nina Plotzki wird gemeinsam mit ihrer Band am 8. Oktober im Jakobmayer-Saal ihr zweites Album „Marlene“ vorstellen. Die Sängerin lebt in Dorfen und wird auf der Bühne gemeinsam mit ihrer Band die Lieder der deutschen Schauspielerin und Hollywoodikone Marlene Dietrich vortragen

Frau Plotzki, braucht es nicht viel Mut, einen Mythos wie Marlene Dietrich zu covern?

Plotzki: Wir geben keine Cover-Versionen der Chansons von Marlene Dietrich, sondern interpretieren die Lieder. Ich trage meine Lieblingsstücke vor - in eigener, verjazzter Form.

Was reizt Sie an Marlene Dietrich?

Sie war eine der ganz Großen in Film und Musik. Eine faszinierende Persönlichkeit mit enormer Disziplin und Bühnenpräsenz. Zudem hat sie sich vom Nationalsozialismus distanziert und unter Hitlers Regime das Land verlassen. Enorm konsequent und mutig!

Wer brachte Sie auf die Idee, ein Marlemne-Dietrich-Projekt aufzulegen?

Mein Vater ist Berliner, durch ihn kam ich schon als junge Sängerin mit Marlene Dietrich in Berührung. Auch hat mich meine eigne Zeit in Berlin inspiriert. Zum Repertoire gehört deshalb auch: „Ich hab noch einen Koffer in Berlin.“ Die Lieder haben ein bisschen autobiografischen Charakter.

Sie haben in Mannheim studiert.

Eigentlich wollte ich Tierärztin werden, doch dann habe ich an der Musikhochschule vorgesungen und wurde sofort aufgenommen. Nach dem Studium trat ich in Clubs auf, moderierte beim Radio. Ich lebte und spielte auch in Berlin und New York.

Wie kommt man von New York nach Dorfen?

Nach einer gewissen Zeit in München, wo auch meine 3 Kinder zur Welt kamen, war es die Liebe, die mich nach Dorfen führte.

„Ich bin von Kopf bis Fuß aus Liebe eingestellt“ aus der „Blaue Engel“ ist einer der bekanntesten Songs von Marlene Dietrich. Bietet dieser Chanson ebenfalls eine Projektionsfläche für ihre eigene Biographie?

Mittlerweile kann man das tatsächlich so sagen - mein Partner, der Dorfener Kardiologe Walter Ruckdeschel, ist „Grund“ dafür

Sie haben fast 20 Jahre pausiert

Drei Kinder wollten großgezogen werden, ich konnte musikalisch nur mit halber Kraft weitermachen. Ich bin aber weiterhin als Frontfrau der Al Porcino Bigband präsent geblieben. Jetzt ist die Zeit für einen Neubeginn!

Was bedeutet es für Sie, im Jakobmayer-Saal aufzutreten?

Dieser Saal hat eine ganz besondere Ausstrahlung und Akustik. Nicht nur Gerhard Polt, auch viele bekannte Bands haben hier bereits gespielt - das wird ein wunderbarer Start in mein Comeback nach Corona.

Konzert im Jakobmayer

„Nina Plotzki singt Marlene“ heißt es am Samstag, 8. Oktober, um 20 Uhr im Jakobmayer-Saal. In ihrer Band spielen Größen der Jazz-Szene: Klaus Heydenaber Karsten Gnettner), Matthias Gmelin und Rich Laughlin. Tickets gibt es im Vorverkauf zu 22/14 Euro plus Gebühren unter Tel. (0 80 81) 13 93. hes

Auch interessant

Kommentare