Öko-Feldtag Kirchdorf

Öko-Feldtag beim Heindl

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Auf dem Naturland Betrieb von Josef Heindl war am 13. Feldtag ganz schön was los.

Auf dem Naturland Betrieb von Josef Heindl in Kirchdorf fand der 13. Feldtag statt. Rund 160 Öko-Landwirte und konventionell arbeitende Kollegen folgten der Einladung von Heindl und der RWG St. Wolfgang.

Kirchdorf – Auf dem Naturland Betrieb von Josef Heindl in Kirchdorf gab es zum 13. Feldtag hohen Andrang. Michael Konrad (Naturland-Marktgesellschaft, Saatgutresortleiter) und Ewald Pieringer (Naturland-Fachberater) begleiteten und informierten die Besucher bei den Führungen.Zuerst wurde die Ackerbohne „Julia“ präsentiert, bei der nach Einschätzung von Pieringer die Ernte 2014 aufgrund der zu warmen und trockenen Wetterverhältnisse geringer ausfallen wird. Beim nächsten Programmpunkt wurde Legu-Hafer-GPS und Legu-Hafer-GPS Plus Klee vorgestellt. Diese eignen sich als Hauptfrucht oder Sommerzwischenfrucht. Neben Felderbsen, Sommerwicken und Hafer, die zusammen eine gute Bodengare erzeugen, sind Alexandrinerklee und Perserklee als Plus im Saatgut enthalten. Nach der GPS-Ernte ist dann keine Bodenbearbeitung mehr nötig und der Klee kann ein weiteres Mal geerntet werden. Von der Futtermasse können so sicher vergleichbare Erträge wie bei Mais erzielt werden. Der Anbau ist für Betriebe sehr unkompliziert, ohne nötige Unkrautregulierung.Zu sehen gab es auch die St. Wolfganger Kleegrasmischung, welche im August 2012 nach der Triticale ausgesät wurde. Welsches Weidelgras besticht durch einen schnellen Jugendwuchs und bringt dadurch schnell Masse. Im Anschluss präsentierte Michael Konrad zwei verschiedene Maisersatzmischungen. Auch Öko-Maissorten waren mit im Versuch. Diese sind seit dem 1. Januar von hoher Bedeutung, da konventionelle, ungebeizte Maissorten im Öko-Landbau nicht mehr erlaubt seien und somit nur noch ökologisch vermehrter Mais zum Einsatz komme, erklärte Konrad. Er sprach hierzu auch die Wichtigkeit eines vernünftigen Maisaussaatzeitpunkts an. Dieser sollte beim Öko-Mais nicht schon in der zweiten Aprilwoche wie beim konventionellen Mais liegen, da für den Öko-Mais höhere Temperaturen notwendig seien und er sonst Probleme mit dem Auflauf bekommen könne.Zu guter Letzt wurden Getreideversuche präsentiert. Dabei wurde auch auf die diesjährigen Probleme mit Gelbrost eingegangen. In den vergangenen Jahren war Gelbrost durch die klimatischen Bedingungen vermehrt im Norden Deutschlands ein Thema, dieses Jahr wurde er auch vermehrt im Süden zum Problem. Der Öko-Winterweizen „Akratos“, der auch im Versuch zu sehen war, ist nicht sehr beständig gegen Gelbrost. Sein Nachfolger „Elixer“ hat dagegen weniger Probleme und bleibt gesünder. Auch die Standard-Triticalesorte „Benetto“, die Brudersorte zu „Lamberto“, war im Versuch zu sehen. Daneben stand die Sorte „Cosinus“. Sie ist ähnlich lang und Standfest mit guter Winterhärte und sehr hohem Ertrag. Zum gemütlichen Ausklang wurde bei einer Brotzeit in der Maschinenhalle von Sepp Heindl untereinander diskutiert. ig

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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