1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Dorfen

„OWacht“ Zivilcourage

Erstellt:

Kommentare

null
Nach der Ausbildung wollen die neuen Schulbusbegleiter (vorne) ihre Aufgabe erfüllen. Dazu gratulierten die Schulvertreter, Projektbetreuer und Vizelandrat Jakob Schwimmer (hinten r.) © cif

Schüler mischen sich bei Reibereien im Schulbus ein

Dorfen – Viel Lob gab es für die erfolgreichen Teilnehmer des schulbegleitenden Projekts „OWacht“. Kürzlich wurden in der Aula des Dorfener Gymnasiums an die neuen Schulbusbegleiter ihre Ausweise und Urkunden überreicht. „Owacht, pass doch auf“, hatte Schulrat Robert Leiter zur Überraschung aller richtig laut gerufen. Damit hatte er gleich auf den Kern der Ausbildung des schulübergreifenden Präventionsprojekts „OWacht“ hingewiesen. „Mit kräftiger Stimme und großem Selbstbewusstsein“ sollen sich die neuen Schulbusbegleiter den Problemen in ihrem Schulbus stellen, erläuterte Leiter. Damit die Schüler das auch können, wurden sie an drei Nachmittagen von Andreas Götz vom Verein mobile Jugendhilfe der Brücke Erding, einem Jugendbeamten von Dorfens Polizei sowie Jakob Deischl, Kriminalhauptkommissar und Fachberater für verhaltensorientierte Prävention, am Gymnasium Dorfen geschult. Situationen, wie sie immer wieder in Schulbussen vorkommen, spielten die neuen Schulbusbegleiter im Rollenspiel nach. Etwa, wenn es Streit um einen Sitzplatz gibt. Durch sinnvolle Argumente der ausgebildeten Begleiter sollen dann Auseinandersetzung gelöst werden. Im Schuljahr 2009/2010 ist das Projekt vom Elternbeirat des Gymnasiums Dorfen initiiert worden. Das Gymnasium, die Mittelschulen Dorfen und Taufkirchen sowie die Realschule Taufkirchen schlossen dann eine schulübergreifende Gemeinschaft. Seitdem wird die Ausbildung der beteiligten Achtklässler jedes Jahr an einer anderen Partnerschule abgehalten. Dieses Mal freuten sich die neuen Organisatorinnen, Maria Grasser (Elternbeirätin Gymnasium) und Claudia Wagner (Realschule Taufkirchen), über neue 18 Schülern aus den angeschlossenen Schulen. Die hatten sich der Ausbildung erfolgreich und mit Eifer gestellt. Nun müssen sie sich in den Schulbussen bewähren. Insgesamt 58 Schüler sind derzeit bei „OWacht“ aktiv, berichteten die Projektleiterinnen. Nach der Ausbildung kommen sie in den Schulbussen für zwei Schuljahre zum Einsatz. Ziel des Projekts ist es, wie man sich in Schulbussen verhält, wenn es Problemen gibt oder es zu verbalen Auseinandersetzungen kommt. Mit Hilfe der Schulbusbegleiter sollen solche Situationen unter den Schülern entschärft und friedlich beigelegt werden. Mit erlerntem Konfliktmanagement werde für mehr Schulwegsicherheit gesorgt. Zum Halbjahr organisieren die Projekt-Betreuerinnen ein Reflexionstreffen zum Erfahrungsaustausch mit den älteren Schulbusbegleitern. Am Schuljahresende trifft man sich dann zu einem Teambildungsausflug. Von der Schule gibt’s dann für die Teilnehmer einen positiven Zeugnisvermerk. Ausweise und Urkunden überreichten Schulrat, Vizelandrat Jakob Schwimmer sowie die Schulvertreter an die sichtlich stolzen Jugendlichen. Sie wünschten den neuen Schulbusbegleiter „viel Freude und wenig Schwierigkeiten bei ihrem täglichen Dienst in den Bussen“. Die neuen „OWachtler“ sind: Gymnasium Dorfen: Sofie Fast, Leopold-Xaver Kern und Ella-Sophie Krings. Mittelschule Dorfen: Michael Waxenberger. Mittelschule Taufkirchen: Carola Böhlau, Melanie Glatzel, Shiselle Kosmala sowie Soria-Vanessa Neumann. Realschule Taufkirchen: Sebastian Knoll, Philipp Kufner, Kilian Lechner, Felix Maier, Claudia Seifüßl, Theresa Scheuchenpflug, Mario Schmidt, Florian Rappold, Anna Ruppert und Jennifer Thun.

Auch interessant

Kommentare