Patenbitten einmal anders!

Patenschaft besiegelt - Stefanskirchener überzeugen Weidenbacher

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Weidenbacher und Stefanskirchner glückselig über gelungenes Patenbitten

Weidenbach/Stefanskirchen – Patenbitten! Das bedeutet für die einen nichts Gutes, für die anderen eine „Mordsgaudi“. Und so hat sich das traditionelle bayerische Spektakel am Wochenende in Weidenbach zugetragen. Aber der Reihe nach. Selten hat das Gasthaus Hönninger in Weidenbach in der letzten Zeit so viele Gäste gesehen wie an diesem Abend. Da stellte sich für Gerhard Sax und Georg Schwenk die Frage, was denn da heute los ist. Unter den Gästen entdeckten sie die beiden Bürgermeister von Heldenstein und Ampfing, Helmut Kirmeier und Sepp Grundner. 

Und da kam ihnen die Idee, dass heute über die Eingemeindung von Weidenbach nach Stefanskirchen verhandelt werden könnte. Das würde auch erklären, warum so viele Stefanskirchener nach Weidenbach gekommen waren. Aber die beiden Bürgermeister winkten ab. Nein damit hatte es offensichtlich nichts zu tun. Es dauerte nicht lange, da kamen lauter hübsche Mädchen auf die Bühne und lüfteten das Geheimnis. Die Freiwillige Feuerwehr Stefanskirchen feiert im nächsten Jahr ihr 125-jähriges Gründungsfest und dafür braucht es einen „Ged“ und sie hoffen, dass sie in Weidenbach einen finden. Der Weidenbacher Feuerwehrvorstand Gerhard Sax fühlte sich geschmeichelt und war auch gar nicht abgeneigt. Aber so ganz umsonst, damit war er nicht einverstanden. 

Nach zähen Verhandlungen stifteten die Stefanskirchener 100 Liter Bier. Das sah Sax aber nur als eine Art Anzahlung an. Bier ist zwar gut, aber die Weidenbacher wollen verführt werden. Und wie ginge das besser als mit Kuchen und Torten. Das rein Materielle war damit erledigt. Nun ging es darum, zu testen, ob die Stefanskirchener der Patenschaft durch die Weidenbacher überhaupt würdig sind. Und hierfür mussten sie das traditionelle „Scheitlknien“ über sich ergehen lassen. Ein Doktorenteam befreite die Vorstandschaft der Stefanskirchener Wehr von unnötigem Ballast im Kniebereich. Mitarbeiter des Vermessungsamtes bestimmten dann die Entfernung des Bauchnabels vom Bühnenboden. Hier wurde jeweils großzügig aufgerundet. Kaum hatte der Vorstand auf den Scheitln Platz genommen wurde die Hauptspeise geliefert. Wie es sich für die Feuerwehr gehört waren die Würstl auf einer Schlauchhaspel aufgewickelt. Nun bekam jeder seine Ration, entsprechend der Entfernung von Bauchnabel zum Bühnenboden. Wie die Weidenbacher bei Sepp Grundner hier auf 1,70 Meter kommen konnten war diesem äußerst schleierhaft. Aber hier wurde nicht lange diskutiert. 

Die Getränke wurden im „Gießkannenprinzip“ verteilt. Tapfer kämpften sich die Stefanskirchener durch diese Prüfung, auch die Nachspeise konnten sie noch bezwingen. Und dann war es geschafft. Georg Sax und Rupert Nicklbauer besiegelten mit einem Handschlag die Patenschaft und beide waren sehr erleichtert. Zum Abschluss des Abends wurde das Kuchenbuffet eröffnet und alle blieben bis in die späten Abendstunden sitzen und lachten und freuten sich über das gelungene Patenbitten. Musikalisch wurden sie auf das Beste von den „Bavarian Tops“ unterhalten.  - S. Erfurt

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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