Kirche in Zeiten von Corona

Patroziniums- und Erntedankfest in Heldenstein

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Dank des schönen Wetters konnten die Feierlichkeiten im Freien abgehalten werden.

Heldenstein – Traditionell am letzten Sonntag im September feiert die Pfarrgemeinde das Patrozinium der Pfarrkirche Sankt Rupert und das Erntedankfest. Um möglichst vielen Leuten die Teilnahme am Gottesdienst zu ermöglichen planten Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung die Eucharistiefeier im Freien beim Maibaum. Nach zwei Tagen Dauerregen zeigte sich am Sonntagmorgen die Sonne am Horizont. Und so eröffnete Pfarradministrator Florian Regner den Gottesdienst mit der Frage, wer denn für das schöne Wetter verantwortlich ist? Die Heldensteiner, weil sie im letzten Jahr so brav gewesen sind, der Heilige Rupert, oder der neue Pfarrer? Eine Antwort gab es nicht, aber das kümmerte niemanden. Der Altar war mit zahlreichen Erntegaben wunderbar geschmückt und wofür die zusätzliche Deko ist, das wurde erst am Ende des Gottesdienstes verraten. 

Eine große Freude war die Teilnahme der Vereine mit ihren Fahnenabordnungen. Sie bildeten einen sehr schönen Rahmen für den Erntedankaltar. Pfarrer Regner stellte die Dankbarkeit in den Mittelpunkt seiner Predigt. Dankbarkeit ist eine Grundtugend eines jeden Christen. Dankbarkeit schützt vor Überheblichkeit und Leichtsinn, Dankbarkeit ist ein Zeichen der Wertschätzung. Und Wertschätzung brachte Pfarrer Regner vor allem den Ehrenamtlichen entgegen, die sich in der Pfarrei und in der Gemeinde für das Wohl der Gemeinschaft und die Gesellschaft einbringen. Nur durch dieses Engagement ist das Leben lebenswert, wofür man dankbar sein sollte. Dankbarkeit werde deutlich, wenn Ehrenamtliche für ihr langjähriges Engagement geehrt werden. Heute habe er die erfreuliche Aufgabe, Mitarbeiter der Pfarrbücherei und die Mesnerin von Niederheldenstein zu ehren, so Pfarrer Regner. Hilde Kasmannshuber kümmerte sich über 50 Jahre um die Nikolauskirche von Niederheldenstein. Zunächst sorgte sie sich um den Blumenschmuck und um die Sauberkeit in der Kirche, später übernahm sie dazu das Amt der Mesnerin. Nun geht sie in den verdienten Ruhestand. Pfarrer Regner verlieh ihr das Ehrenzeichen des Pfarrverbandes in Gold und meinte, bei 50 Jahren gehöre eigentlich noch ein Diamant drauf. Für 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Pfarrbücherei überreichte Pfarrer Regner im Namen des Sankt Michaelsbundes, dem Dachverband des katholischen Büchereien, an Susanne Mayer-Kusterer, Angelika Jagdhuber, Elfriede Hartmetz und Tina Staber eine Urkunde und das Abzeichen in Silber. Von Anfang an, seit sage und schreibe 30 Jahren, ist Maria Jagdhuber im Team der Bücherei mit dabei. Die letzten 20 Jahre übernahm sie auch die Leitung der Einrichtung. Sie erhielt eine Urkunde und das Abzeichen des Sankt Michaelsbund und des Pfarrverbandes in Gold. Am Ende des Gottesdienstes löste Pfarrer Regner das Geheimnis des zusätzlichen „Altarschmucks“ in Form von Bier und Brot auf. „Weil aufgrund von Corona in diesem Jahr kein Pfarrfest möglich ist gibt es Bier und Brot für ein „Pfarrfest dahoam“. Beides wurde gegen ein Spende gerne mit nach Hause genommen. Für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgte die Attenberger Blasmusik. Weißblauer Himmel, a Kirch im Freien, Blasmusik und Bier und Brot – Herz was willst Du mehr.  - Stefan Erfurt

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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