Ein Leben in der Kirche

Pfarrverband Buchbach wird durch einen Kaplan verstärkt

Diakon Josef Schmid (re.) stellte sich schon mal in seinem künftigen Wirkungskreis, im Pfarrverband Buchbach, bei Pfarrer Thomas Barenth (li.) vor und wurde mit strahlendem Sonnenschein und einem Blütenmeer mit der Buchbacher Pfarrkirche im Hintergrund empfangen.
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Diakon Josef Schmid (re.) stellte sich schon mal in seinem künftigen Wirkungskreis, im Pfarrverband Buchbach, bei Pfarrer Thomas Barenth (li.) vor und wurde mit strahlendem Sonnenschein und einem Blütenmeer mit der Buchbacher Pfarrkirche im Hintergrund empfangen.

Ende Juni steht die Weihe zum Priester an

Buchbach – Der Pfarrverband Buchbach wird voraussichtlich ab September mit einem Kaplan, bairisch Kooperator genannt, verstärkt. Der Neue: Josef Schmid, hat derzeit seine Wirkungsstätte noch als Diakon im Pfarrverband Aschau-Oberes Priental und wird am 26. Juni, zum Priester geweiht. Als Diakon darf er jetzt aber schon Trauen und Taufen, soweit dies aktuell zulässig und möglich ist.

Der 29-jährige, gebürtige Partenkirchner wusste nach dem Abitur 2011 nicht, was er machen wollte, also studierte er Elektrotechnik in München. Nach zwei Semester habe er aber festgestellt, dass ihm der menschliche Kontakt fehlte, dabei wurde ihm klar, das sei nicht das Leben, das er führen wollte. Und so hat er sich für ein Leben in der Kirche entschieden.

Aufgewachsen sei er in einer „alltagskatholischen“ Familie, in der vor dem Essen gebetet und sonntags zur Messe gegangen wurde, erzählt Schmid. Er sei auch Ministrant gewesen, es habe aber keine Impulse von Seiten der Eltern gegeben, dass er Priester werden sollte. Erst der Pfarrer seiner Heimatgemeinde habe ihn gefragt, als er mit seinem damaligen Studium nicht zufrieden war, ob er nicht Pfarrer werden möchte. Dieser Hinweis ließ ihn nicht mehr los. Zunächst habe er noch überlegt, Lehramt für Mathe und Religion zu studieren. Auf dieser Suche hatte er auch ein Gespräch mit dem Seminarleiter des Priesterseminars, der ihm den Rat gab: „Es einfach mal auszuprobieren“, erinnert sich Schmid. Also begann er 2013 das Propädeutikum – eine Einführung in das Leben des Priesterseminars.

Nach seinem Magisterstudium der Theologie an der LMU München absolvierte er ab September 2019 als Priesteramtskandidat seinen Pastoralkurs in Aschau und wurde schließlich vergangenen Jahr in München von Kardinal Reinhard Marx zum Diakon geweiht. Dies war ein wichtiger Schritt auf seinem Weg zum Priesterberuf. Er hat sich mit seinem Theologiestudium in München, Freising und im Breisgau darauf vorbereitet und im Pfarrverband Oberes Priental erste praktische Erfahrungen, inzwischen auch als Diakon gesammelt.

Nun steht Ende Juni die Weihe zum Priester an, die coronabedingt voraussichtlich, wie schon seine Weihe zum Diakon, anders ausfallen wird als die Priesterweihe zu „normalen“ Zeiten. Trotzdem wird es für ihn ein einschneidendes und wegweisendes Erlebnis für sein künftiges Wirken sein.

Seine Entscheidung für ein Leben als katholische Priester bedeute für ihn, dass er mit seinem Leben für eine Hoffnung einstehen will, die er während seines Lebens kennengelernt und erfahren habe. Deshalb habe er das Vertrauen, diesen Schritt zu gehen, so Josef Schmid. Er unterscheidet aber auch ganz klar zwischen der Kirche als Institution und Kirche als Gemeinschaft. „Das Essenzielle ist die Botschaft Jesu. Das ist auch das, was mich ruft“, sagt er. Glaube sei auch immer die Suche. Und man dürfe nicht aufhören zu suchen, müsse ehrlich sein, auch zu sich selbst. Deswegen will er als Priester auf der Suche nach Gott auch berührbar bleiben. Aber vor allem möchte er für die Menschen da sein und die frei machende Botschaft Jesu weitergeben“, so Josef Schmid gegenüber seiner Heimatzeitung in Aschau.

Ab September wird Josef Schmid dann als junger Priester das Seelsorgeteam im Pfarrverband Buchbach mit den Pfarreien Buchbach, Grüntegernbach, Ranoldsberg und Walkersaich verstärken und im Buchbacher Pfarrhaus seine Wohnung beziehen. Ob dann für ihn ein angemessener Empfang stattfinden kann, der Pfarrer Thomas Barenth bei seinem Antritt im Pfarrverband coronabedingt verwehrt blieb, bleibt zu hoffen. - fr

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