Pony wird mit Messer verletzt

Pony wird mit einem Messer verletzt

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Tochter Emily mit ihrem Shetland-Pony „Bella“. Die Stichwunde am Hals ist schon fast verheilt.

In Frauenornau ereignete sich ein furchbares Ereignis: Schon zum zweiten Mal verletzte ein Fremder ein Pferd der Familie Rosenberg. Die Polizei tappt im Dunkeln.

Frauenornau – Ein Shetland-Pony steht mitten in der Nacht blutend und mit einer tiefen Wunde am Hals in seinem Stall. Dieses schreckliche Szenario erlebte vor wenigen Wochen unvermutet Familie Rosenberg aus Frauenornau in der Gemeinde Obertaufkirchen. Für die Familie ist klar, dass eine Person in ihr Grundstück eingedrungen ist und dem Pony „Bella“ mit einem Messer diese Verletzung zugefügt hat. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Laut Auskunft eines Tierarztes aus Kraiburg ist es „relativ sicher“, dass das Pferd mit einem Messer verletzt wurde. Einen Stoß oder Riss schließt er damit aus. Er meint außerdem, die Verletzung sei nicht lebensbedrohlich gewesen, dafür sei der Stich nicht tief genug gegangen. Aber derjenige, der das gemacht hat, habe das Tier wahrscheinlich schon „ernsthaft verletzen“ wollen. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich nicht um einen Serientäter handelt. Es gebe also keinen Grund, dass sich Pferdebesitzer Sorgen machen müssten, so der Leiter der „Operativen Ergänzungsdienste“ Bernhard Seitlinger aus Traunstein. Die Polizei Mühldorf, die zuerst zu dem Fall hinzugerufen worden war, hat die Ermittlung, wie in solchen Fällen üblich, an ihren Ergänzungsdienst in Traunstein übergeben.Die Familie, besonders die neunjährige Tochter Emily, der das Pony gehört, leidet seit dem Vorfall. Emily weint immer noch, wenn sie daran erinnert wird, wie sehr ihr Pferd verletzt wurde. Die Mutter, Michaela Rosenberg, erinnert sich an die Nacht: Der 15-jährige Sohn Domenic habe in der Nacht aus dem Dachfenster geschaut, weil er gehört habe, wie sich das Tor zum Grundstück bewegt habe. Dann seien alle in den Stall gelaufen und danach „war es, als hätte jemand einen Schalter umgelegt“, so Michaela Rosenberg.Überall sei so viel Blut gewesen, dass sie einen Schockzustand erlitten habe und wieder zurück ins Haus musste. Die Nachbarn hätten zusammen mit ihrem Mann und den Brüdern von Emily, die erst später von der Tat erfuhren, die Notfallversorgung des Pferdes übernommen und dann Tierarzt und Polizei gerufen. Seit dieser Nacht habe sich die Atmosphäre in der Familie, aber auch bei den Pferden verändert. Sie selbst schliefen seither sehr schlecht. Auch Pony stute „Bella“ sei seit der Attacke völlig anders. „Sie meidet alles und fast jeden“, so die Mutter. Das Tier sei häufig „nicht händelbar“ und sehr schreckhaft. Das sei leider nicht der erste Vorfall dieser Art, erzählt die Mutter weiter. Auch der Araber-Wallach „Nasran“ sei am Osterwochenende nachts im Schlaf überrascht und an mehreren Stellen am Körper durch Schnitte verletzt worden, wenn auch nicht so schwer wie Bella. Seit dem jüngsten Vorfall versuche Nasran, die Pony-Stute zu beschützen, meint Michaela Rosenberg. Sie habe auch einen Verdacht, wer der Täter sein könnte. Laut Polizei gibt es dafür aber aber keinen Beweis. Als Sicherheitsmaßnahmen habe sie nun den Pferdestall, der vorher offen war, geschlossen, und sie müsse die Tiere über Nacht darin einsperren, erzählt sie weiter. Außerdem fahre regelmäßig eine Polizeistreife vorbei. Das beruhige zwar etwas, aber ein normales Leben sei für sie erst wieder möglich, wenn das aufhöre. Momentan lebe die Familie in ständiger Angst, dass wieder etwas passieren könnte, sagt die Mutter. Trotzdem hatte das Pony wohl Glück im Unglück, weil es die Verletzung nach Angaben der Familie wohl nicht überlebt hätte, wenn diese nur ein paar Zentimeter neben der jetzigen Stelle gelegen hätte. Irmi Günster

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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