Ein "liebevolles" Bündnis

Riesen Gaudi bei der Schwindegger Faschingshochzeit

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Die Hochzeitsgesellschaft

Schwindegg - Eine unzählige Schar von Zuschauern aus Schwindegg und der Umgebung war gekommen, um bei diesem Spektakel dabei zu sein. Die große Hochzeitsgesellschaft traf sich bereits am Vormittag zum Weißwurscht-Essen im Bürgerhaus und wartete gemeinsam mit dem „Hochzeida“ Isegrim Stumpen vom Semmeschmied auf die Braut, Johanna Murks vom Blechkrempl. Nach deren Ankunft, die mit drei Salutschüssen angekündigt wurde begab man sich gemeinsam zum Rathaus, zur Aufstellung des Hochzeitszugs. Um 12.45 Uhr startete dann der große Hochzeitszug mit Kind und Kegel zu den Klängen der Musikkapelle Schwindegg zum Misthaufen vor dem Bürgerhaus. Nach der Begrüßung durch Progoder Karl-Michael Dürner und den Tanzeinlagen der Little Goldacher und Goldacher Footprints begann die Zusammenkuppelungszeremonie durch Herrn Hochwürden „Bibtholomäus von und zu ohne Haar“ (Franz Lohmair jun.), die wunderschön vom Feuerwehrchor, unter der Leitung von Rudi Bauer mit vielen, altbekannten und teils umgedichteten Liedern umrahmt wurde. 

Zusammenkuppelungszeremonie

Neben dem Schwindegger Jungfrauenbund, angeführt von Erika Lentner, der so manche Schandtaten, frühere Techtl-mechtl und Heiratsversprechungen des Hochzeiters publik machte und zum Schluss keine guten Wünsche für die Hochzeit mehr übrig hatte, durfte auch die Verwandschaft aus Walkersaich ihre Einwände vorbringen. Das kuriose daran war nur, dass der Boandlkramer persönlich, perfekt dargestellt von Martin Linner, mit dabei war und das erst kürzlich zurückberufene Urgroßelternpaar Isidor (Stefan Wimmer) und die keifende Fini (Sepp Hundmeyer) mitgebracht hatte um, von ihren eigenen Erfahrungen berichtend, ihrem Urenkel von der Heirat dringend abzuraten. Nachdem der Boandlkramer mit ein paar Schluck Kerschgeist jedoch davon überzeugt werden konnte, mit seinen Gestalten wieder abzuziehen, konnte die Vermählung dann doch erfolgreich vollzogen werden. Im Anschluss präsentierten die Gardefreunde der Bubaria Buchbach den anwesenden Zuschauern ihren diesjährigen Showteil, der mit sehr viel Applaus belohnt wurde.

Hochzeitszug unterwegs

Danach ging der Hochzeitszug weiter zur Bahnhofsrestauration in die Hochzeitsstube. Im voll besetzten Saal warteten bereits schon viele Gäste auf die Hochzeitsgesellschaft. Der Saal konnte den Ansturm der Gäste gar nicht fassen und das Bewirtungsteam vom Kulturverein hatte höchste Mühe alle Gäste zeitnah mit Essen und Getränken zu versorgen. Aber nach dem großen Ansturm normalisierte sich auch dies wieder. Nach dem traditionellen Suppensalzen der Ehrmütter und der Hungertänze herrschte dann nur noch Lustbarkeit. Die Musik der Subway Strings sorgte für die richtige Stimmung. In der Weinstubm brachten sie die Sache dann zum Ganzen und an der Bar war lange Zeit kein Durchkommen mehr. Bis zum Ende der Hochzeit gegen 24 Uhr gaben jede Menge Gäste dem Brautpaar die Ehre und feierten lustig und tanzend tapfer bis zum Ende weiter. Es war ein absolut gelungenes Fest, das von Anfang bis Ende einfach nur genial war. Eine zünftige, bayerische Faschingshochzeit nach altem Brauch. Ein Fest, wie es Schwindegg seit Jahren nicht gesehen hat. An dieser Stelle vielen Dank an alle Beteiligten. Schade nur, dass die Zeit so schnell verging und es nun wieder zehn Jahre dauern wird, bis sich wieder ein Paar in Schwindegg auf dem Misthaufen das Ja-Wort geben wird.  - Karl-Michael Dürner

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