Schaffung von neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen

Schaltbau investiert in neues Werk im Gemeindebereich Velden

Plan des neuen Werkes an der Richtung B 388
+
Plan des neuen Werkes an der Richtung B 388

Das komplett neue Firmengelände auf einer Fläche von 30.000 Quadratmeter wird etwa dreimal so groß wie der bestehende Standort in der Industriestraße

Velden – Schon seit langen Jahren ist die Firma Schaltbau der größte Arbeitgeber im Gemeindebereich Velden. Deshalb ist die Entscheidung der Unternehmensleitung für den Standort Velden mit einer weitreichenden Betriebsverlagerung nach Kreuz von größter Bedeutung. Das komplett neue Firmengelände auf einer Fläche von 30.000 Quadratmeter wird etwa dreimal so groß wie der bestehende Standort in der Industriestraße. Es ist nach modernsten fabrikationstechnischen und ökologischen Ansprüchen konzipiert. Das große Projekt ist mit einem straffen Zeitplan hinterlegt, schon im September 2022 soll die Produktion anlaufen. Schaltbau-Geschäftsführer Dirk Konrad stellte dem Veldener Marktgemeinderat das weltweit agierende Unternehmen vor. Bislang werden überwiegend Bauteile für den Bahnsektor produziert. Durch innovative Ideen kann Schaltbau parallel auf die Elektromobilität als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld setzen. Dabei kommt der Firma die bislang vor allem als Bahn-Spezialist erworbene Kompetenz in der Gleichstromtechnik zugute. Die wirtschaftlichen Prognosen in diesem Segment sind gut. In den nächsten Jahren wird mit einem starken Anspruch des Marktvolumens gerechnet. Schaltbau hat sich bewusst für den Standort Velden entschieden, um hier mit qualifizierten Mitarbeitern mit modernsten Methoden zu produzieren und zu beweisen, dass so etwas vor Ort in Deutschland durchaus möglich ist. Generell dürfte der neue Schaltbau-Standort das modernste Werk dieser Art weltweit sein, schätzte Konrad. Damit verbunden ist die Schaffung von neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Abschließend betonte er die gute Zusammenarbeit mit dem Markt Velden und den Planungsbehörden. Auf die konkreten baulichen Planungen für das neue Schaltbau-Werk ging Projektleiter Dr. Michael Ettl ein. Er betonte, dass man nicht einfach nur eine Halle mit vier Wänden hinstellen will, sondern mit dem Motto „Next Factory“ für das Projekt konkrete Zielsetzungen verbindet. Im künftigen Schaltbau-Komplex setzt das Thema Energie mit einer CO2-freien Fabrik neue Standards. Zudem werden die Tanks der Sprinkler-Anlage als Energiespeicher genutzt und das Gebäude erhält eine große Photovoltaikanlage. Im Werk kommt außerdem ein zukunftsweisendes Gleichstrom-Netz zum Einsatz – für diese Technik gibt es in Deutschland bislang erst zwei Beispiele. Die Produktionshalle wird in einer Holztragwerk-Konstruktion als heimischer Werkstoff mit einem angenehmen Umfeld für die Mitarbeiter errichtet. Bei der Außenanlage des Firmengeländes wird eine passende Eingrünung mit Aufenthaltsqualität für die Mitarbeiter in der Mittagspause geachtet. Insgesamt wird das neue Werk eine Grundfläche von rund 20.000 Quadratmetern und eine Geschossfläche von 30.000 Quadratmetern haben. Als Vertreter des Betriebsrates würdigte auch Herbert Treutinger das Neubau-Vorhaben. Die Entscheidung für den Standort Velden anstelle einer neuen Werkshalle zum Beispiel in Osteuropa zu bauen, wird von den Beschäftigten sehr positiv aufgenommen. Für Bürgermeister Ludwig Greimel und dem Marktgemeinderat war das Bekenntnis der Firma Schaltbau zum Standort Velden eine überaus erfreuliche und für die Gemeinde wichtige Entscheidung. „Das wird ein Highlight – nicht nur für den Ort Velden, sondern für den Industriestandort Deutschland“, zeigte sich Greimel überzeugt und äußerte gleichzeitig Dankbarkeit an die Entscheidungsträger der Firma Schaltbau. Die einstimmige Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens zum Baukonzept im Anschluss an die Präsentation war nur noch eine Formsache. Als künftige Adresse des neuen Schaltbau-Werks wurde der Name „Kreuzer Straße 1“ festgelegt. - Thomas Schratzenstaller

Auch interessant:

Meistgelesen

Einmal auf der größten Kirchenorgel Süddeutschlands spielen
Einmal auf der größten Kirchenorgel Süddeutschlands spielen
Lebensfreude beim Boogie in Taufkirchen
Lebensfreude beim Boogie in Taufkirchen
Zwei Todesfälle und 20 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis …
Zwei Todesfälle und 20 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn

Kommentare