Ehrenamt

Schlaganfall, Rauchvergiftung und mehr

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Gemeinsam arbeiteten Feuerwehr, BRK-Helfer und Notärzte bei der Übung zusammen.

Zeitnahe und realistische Szenarien bei Großübung des BRK Haag und der Freiwilligen Feuerwehren Haag, Allmansau und Winden

Haag/Kirchdorf – Kurz nach Beginn der Übung war der erste Rettungseinsatz für die Feuerwehren und das BRK zu einer Autolackiererei in Kirchdorf. Brand im Farbenlager mit giftigen Dämpfen, lautete die Alarmierung. Hier mussten Perso- nen aus dem verrauchten Raum gerettet und weitere mit Schock im angrenzenden Feld umherirrende versorgt werden.Fast zeitgleich ging der Notruf über eine leblose Person auf dem Dach eines Hauses ein. Der Notarzt diagnostizierte einen„Schlaganfall“. Das erforderte eine Bergung durch mit dem Drehleiterfahrzeug der Haager Wehr, um den Patienten schonend und schnell weiter zu versorgen.Am Gerüst des Haager Schlossturmes beobachteten Passanten, wie sich ein Bauarbeiter an die Brust fasste und zu Boden sank. Keine Möglichkeit auf die Baustelle zu kommen. Also wurde wieder die Drehleiter aktiviert, um die Erstversorgung durch den Notarzt auf der Mauer sicherzustellen.Zwischendurch ein Herzstillstand für die freiwillige Feuerwehr Allmannsau, ohne Notarzt, weil dieser andersweitig beim Bergen einer unter Kies verschütteten Person auf einer Baustelle benötigt wurde.Ein Wespennester versuchte einen enormen Aufwand, weil ein allergisch reagierender Patienten mit einem Tragetuch durch eine enge Dachluken ins Freie geschafft werden musste.Bei einer Schlägerei auf dem Sportplatz wurde die Übung vom TSV 1864 Haag mit Statisten unterstützt. Hier schlägerten betrunkene Jugendliche auch mit den anrückenden Helfern. Die Lage wurde vom Rettungspersonal sowie den Feuerwehrleuten zur vollsten Zufriedenheit gelöst, was zu leichter Atemnot bei den Rettern führte. Parallel hielt der Schnittunfall eines Waldarbeiters das BRK in Atem.Abschließend wurde noch ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei Autos und einem Doppelgelenkbus simuliert. Trotz rauchendem Wrack war keine Hau-Ruck gefragt. Es galt die eingeklemmten Personen schonend zu retten und während des Spreitzereinsatzes zu versorgen. Ein langer Tag mit wenig Zeit zum Durchschnaufen – wie oft im richtigen Leben für die verschiedensten Rettungskräfte.BRK-Bereitschaftsleiter und Übungsleiter Florian Ferschmann dankte allen Beteiligen, insbesonderen den beiden Übungs-Beobachter, Kreisbereichsleiter Wolfgang Ballhuber und Hans-Werner Kaspereit, sowie Kreisbrandmeister Stefan Hangl aus Wasserburg. Auch den beiden „Notärzten“ Lena Hinterberger und Christian Münch sowie Dr. Thomas Meixner von der Unfallklinik Murnau und den Mitgliedern der Einsatzbereitschaft aus Mühldorf, Ampfing und Kraiburg. aj

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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