Ramadama in Zeiten von Corona

Schwindegg ramt zam

Kerstin Daser und Gemeinderat Hermann Hager sammelten Müll.
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Kerstin Daser und Gemeinderat Hermann Hager sammelten Müll.

Rund zehn fleißige Helfer auf den Weg zu einer corona-konformen „Ramadama“-Aktion

Schwindegg – Pünktlich zum Start in den Frühling machten sich auf Initiative des Ortsverbands BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Isental in den vergangenenTagen rund zehn fleißige Helfer auf den Weg zu einer corona-konformen „Ramadama“-Aktion. Viele Flaschen, sehr viele Zigarettenschachteln und unzähliger Plastikmüll wie Bonbonpapierchen, Schokoriegelverpackungen und CoffeeToGo-Becher und -Deckel wurden eingesammelt.

„Es ist schön zu sehen, wenn die Natur wieder sauberer wird“, freut sich Ortsverbandssprecherin Kerstin Daser über die rege Beteiligung. „Es ist jedoch erschreckend, wie viele Zigarettenkippen wir gefunden haben“, sagt Kerstin Daser

Vielen Raucher scheint nicht bewusst, dass sich in den Zigarettenresten giftige Substanzen wie Arsen, Blei, Kupfer, Kadmium und viele mehr befinden, wodurch sich eine erhebliche Umweltbelastung ergibt. Es dauert viele Jahrzehnte, bis sich Zigarettenreste zersetzen, wie man auf der Seite des WWF nachlesen kann: Warum Zigaretten so schädlich für die Umwelt sind / WWF Blog. Wünschenswert wäre deswegen, dass Raucher ihre Zigaretten in eine der vielen Mülleimer entsorgen oder einen Taschenaschenbecher dabei haben.

Grünen-Gemeinderat Hermann Hager, der die Aktion koordinierte, bedankt sich bei den vielen Unterstützern, die einen Spaziergang mit dem Müllsammeln verbunden haben. Zudem half die Gemeinde mit der Bereitstellung von „Greifarmen“ und organisierte zusätzlich die kostenlose Entsorgung des gesammelten Mülls in der Müllverwertungsanlage in Mühldorf.

„Wir machen seit vielen Jahren „Ramadama“ in Schwindegg, da wollten wir wegen Corona nicht darauf verzichten“, so Hager.

„Da jede und jeder für sich alleine unterwegs war, konnten wir die Aktion trotz nicht ganz niedriger Infektionszahlen im Landkreis Mühldorf erfolgreich umsetzen. Erschüttert bin ich jedoch darüber, dass wir über 200 FFP2/OP Masken eingesammelt haben. Warum wirft man diese denn einfach in die Umwelt? Das kann ich nicht verstehen!“ - Kerstin Daser

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