Kreativität in Zeichen von Corona

Schwindegger Steinschlange - Zeichen des Zusammenhalts auf Distanz

Schwindegger Steinschlange - Zeichen des Zusammenhalts auf Distanz
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Dei Schwindegger Schlange wächst und wächst

Schwindegg - Bis auf Weiteres sind die Schwindegger wegen Corona gezwungen, auf ihr geliebtes Cafénachmittage zu verzichten. "Der Kontakt zu unseren Gästen fehlt uns", sagt Veronika Ganster vom Familiencafé Schwindegg ." Wenn wir uns schon nicht persönlich sehen können, so würden wir Sie dennoch gerne einladen unsere Aktion der " Schwindegger Steinschlange" zu unterstützen. Falls Sie in nächster Zeit am Bürgerhaus vorbei spazieren, bringen Sie doch einen selbst bemalten Stein mit und legen ihn an unsere Steinschlange, die beim Eingang des Bürgerhauses beginnt", fordert sie die Leute auf.. Im Laufe der Zeit soll die Schlange wachsen und Spaziergänger erfreuen.

 "So demonstrieren wir in unserer Gemeinde einen stillen, aber umso schöneren Zusammenhalt auf Distanz". Jeder kann sein Kreativität spielen lassen und  Stein für Stein die Schlange verschönern.. Am  Nachmittag des Ostermontags wurde der erste Stein gelegt. 

Inspiriert zu dieser tollen Idee, der Steinschlange in Schwindegg, wurden die Familiencafé-Betreiber durch zahlreiche andere Steinschlangen, die in den vergangenen Wochen bei Facebook etc. gepostet wurden sowie durch den Mangel an echten sozialen Kontakten, erklärt Ganster. Seit fünf Jahren gebe es das ehrenamtliche Familiencafé im Bürgerhaus, welches aufgrund der Coronakrise bis auf Weiteres nicht stattfinden könne. Der Kontakt zu den Gästen und das Gefühl etwas Nützliches für die Gemeinschaft im Ort zu leisten, fehlte dem Caféteam und so suchten sie nach einer Möglichkeit die Gemeinschaft ohne Kontakt aufrechtzuerhalten. Dabei sei man auf die Idee der Steinschlange gestossen. Ein schönes Kunstprojekt zum Thema „Zusammenhalt auf Distanz“. So werde nicht nur die Kreativität der Schwindegger gefordert, sondern auch die Spaziergänger könnten sich daran erfreuen.

"Nun gibt es jeden Tag einen weiteren Grund hinaus zu gehen und zu sehen, wie lang die Schlange schon geworden ist", erklärt sie.. Schon am zweiten Tag sei die Schlange auf 14 Steine herangewachsen. Anhand der bemalten Steine könne man ungefähr die Alterstruktur der Beteiligten ablesen: "Da sind die liebevoll mit Filzstift und Wasserfarben bemalten Steine von Kleinkindern bis hin zu kunstvoll auf Hochglanz polierte Marienkäfersteine zu sehen. Manche Steine sind mit Namen oder positiven Botschaften verziert. Jeder Stein ist so individuell wie sein Gestalter, aber alle vereint der Wunsch ein Teil des Gesamtwerkes zu sein", strahlt sie.

Auch der Lehrer der 4. Klasse der Grundschule Schwindegg sei von der Idee ebenfalls begeistert und habe sich für seine Schüler ein paar Fermi-Aufgaben im Zusammenhang mit der Steinschlange überlegt (Als Fermi-Problem oder Fermi-Frage bezeichnet man eine quantitative Abschätzung für ein Problem, zu dem zunächst praktisch keine Daten verfügbar sind. Es ist benannt nach dem Kernphysiker Enrico Fermi.). Damit sei eine weitere Anregung geschaffen worden, sich mit der Steinschlange vor Ort auseinander zu setzen und zu versuchen die folgenden Aufgaben zu durchdenken: 

a) Wie lange wird die Steinschlange, wenn alle Kinder der Grundschule Schwindegg einen Stein bemalen und diesen an die Schlange anlegen?

b) Wie viel wiegt die Steinschlange, wenn sie insgesamt 2km lang ist? c) Wie viele Steine werden benötigt, um eine Steinschlange von Schwindegg bis nach Dorfen zu legen?

Übrigens gestern waren es schon 25 Steine. "Jeder, der am Bürgerhaus in Schwindegg vorbei spaziert, ist weiterhin herzlich eingeladen die Steinschlange zu ergänzen und so ein Gemeinschaftsgefühl zu erschaffen, welches die Coronakrise und die damit verbunden Einschränkungen, Sorgen und Ängste erträglicher macht. Gerne können Sie auch Fotos der Schlange an „@CafeSchwindegg" bei Facebook posten", sagt Ganster und hofft auch hier auf viele Rückmeldungen.

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