Klasse Finanzergebnis

Sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2017

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Josef Stöckl

25 Jahre leitete Josef Stöckl erfolgreich die Geschäfte der Raiffeisenbank St. Wolfgang-Schwindkirchen. Ab Herbst geht er in Altersteilzeit

St. Wolfgang/Schwindkirchen – Vor jeweils gut 200 Mitgliedern im Schex-Saal und beim Neuwirt sprach der Vorstandsvorsitzende Josef Stöckl bei der Mitglieder- und Generalversammlung der kleinsten, selbstständigen Bank im Landkreis Erding, die jedoch die niedrigste Betriebskostenquote im Umkreis aufweisen kann. Bei der Eigenkapitalausstattung belegt das Geldinstitut sogar einen der ersten Plätze in ganz Bayern. Die beim Geschäftsbericht aufgezeigten Zahlen und positiven Entwicklungen bestätigten dies eindrucksvoll. Die konservative, solide Geschäftspolitik habe sich bewährt, so Stöckl. Die 7.846 Kunden haben einschließlich Verbundanlagen 274 Millionen Euro angespart, was einer Steigerung von 6,3 Prozent entspricht. Die darin enthaltenen Kundenguthaben erhöhten sich auf 162 Millionen Euro. Die ausgegebenen Kundenkredite wuchsen um 5,2 Prozent auf 151 Millionen Euro, weil sich die Bürger bei der örtlichen Raiffeisenbank partnerschaftlich und gut beraten fühlen, resümierte der Bankchef. Er berichtete von einem durchschnittlichen Zins- und Provisionsertrag und weiterhin sehr günstigen Betriebskosten, die mit einer Quote von 1,42 Prozent erheblich unter dem Landesdurchschnitt von 1,66 Prozent liegen, was im Vorjahr einen Kostenvorteil von einer halben Million Euro ausmachte. Dies unterstreiche, dass man auch mit den alten Tugenden, wie Fleiß und Sparsamkeit sehr erfolgreich sein könne. Da das kleine Geldhaus 2017 wiederum keine Kreditausfälle verbuchen musste, errechnete sich eine sehr gute Ertragslage, die zu hohen Steuerzahlungen mit 708.000 Euro führten. Davon profitieren die örtlichen Kommunen alleine mit 318.000 Euro Gewerbesteuerzahlungen. Für Stöckl ist die Raiffeisenkasse nicht nur eine Bank der Zahlen, sondern auch ein Teil der Dorfgemeinschaft. So wurden im abgelaufenen Jahr über 16.000 Euro Spenden an örtliche Vereine und gemeinnützige Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Für manche überraschend gab er bekannt, dass er im Oktober 2018 in die passive Phase der Altersteilzeit wechselt. Stöckl informierte, dass dies seit Jahren vertraglich so geregelt war. Vor diesem Hintergrund hatte der Aufsichtsrat zusammen mit dem amtierenden Vorstand bereits vor einem Jahr beschlossen, weiterhin eigenständig zu bleiben, da die „ertragsstärkste und eigenkapitalstärkste Bank im Umkreis derzeit wirklich keine Notwendigkeit hat sich irgendwo anzuschließen“, so Stöckl. Ab Herbst 2018 wird das bisherige Vorstandsmitglied Felix Lechner den Vorstandsvorsitz übernehmen. Zeitgleich rückt der langjährige Prokurist Reinhold Lindner in das Vorstandsgremium auf. Stöckl zeigte sich überzeugt, dass Lechner und Lindner zusammen mit der Mitarbeitermannschaft die örtliche Raiffeisenbank gut weiterführen werden. Die vergangenen 25 Jahre waren für die St. Wolfganger-Schwindkirchener Raiffeisenkasse sehr erfolgreich. In diesem Zeitabschnitt konnte das erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital auf fast 15 Prozent der Bilanzsumme aufgebaut und aktuell ein CRR-Eigenmittelkoeffizient von 29 Prozent erreicht werden, laut Bankchef. Diese weit überdurchschnittliche Eigenmittelausstattung sei eine wesentliche Grundlage dafür, die enorme Bürokratisierung und den europäischen Regulierungswahn auch als sehr kleine Bank in der Zukunft eigenständig bewältigen zu können. Aufsichtsratsvorsitzender Anton Schneider dankte Stöckl dafür, dass er die örtliche Raiffeisenbank fast ein Vierteljahrhundert positiv geprägt und sehr erfolgreich geleitet habe. Vorstandsmitglied Felix Lechner erläuterte die Verteilung des Bilanzgewinns von 304.540 Euro. Nach der Ausschüttung einer fünfprozentigen Dividende von 91.996 Euro fließen 12.544 Euro in die gesetzlichen Rücklagen, 200.000 Euro werden in die anderen Ergebnisrücklagen eingestellt, wobei bereits vorweg ein Betrag von 1,35 Millionen Euro diesen Rücklagen bzw. den Vorsorgefonds zugewiesen worden waren. Lechner zeigte auch die positive Entwicklung des Warengeschäfts auf, das zusammen mit anderen Genossenschaftsbanken in einer eigenen Tochterfirma betrieben wird. Die Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land konnte 2017 ein Umsatzvolumen von 91 Millionen Euro erreichen. Die Bürgermeister von St. Wolfgang und Dorfen waren überzeugt, dass die solide Geschäftspolitik zum guten Image der örtlichen Bank geführt hat. Beim anschließenden Unterhaltungsteil mit dem Humoristen Xaver Reiser blieb kein Auge trocken. Der Progoder sorgte für beste Unterhaltung. Amelie Rust

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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