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Shenaniganz gewannen John-Lennon-Talent-Award

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Haag

(aj/til) – Knapp 1000 Bands hatten sich für den John-Lennon-Talent Award 2010/11 beworben, der seit 1991 alle zwei Jahre ausgerichtet wird. Unter den Siegern befindet sich auch die Haager Band Shenaniganz. Bei dem begehrten Förderpreis geht es nicht darum, Newcomer kommerziell zu unterstützen. Das wäre nicht im Sinn von Ex-Beatle John Lennon gewesen, dessen Name der Award trägt und das wurde auch von seiner Witwe Yoko Ono und den Gründern des Förderpreises so vereinbart. Mit dem Preis werden vielmehr innovative, talentierte Bands, die sich weiter entwickeln wollen, indivuell gefördert. Das heuer ausge- wählte Dutzend bekommt deshalb auch ein ganzes Jahr Coaching der Oberklasse des John-Lennon-Programms für Nachwuchsbands. Die 12-köpfige Jury, allesamt Experten aus der Musikszene, machte sich die Entscheidung nicht leicht. Von Januar bis März zogen sie sich zurück, um die besten Bewerber herauszufiltern. Shenaniganz, was auf irisch so viel bedeutet wie Unsinn oder Schabernack, war eine davon. Seit 2004 existiert die Haager Formation in der derzeitigen Besetzung mit Dom Rehbein am Schlagzeug, Tobay Reich am Bass, Georg Raig, dem Bandleader, Sänger und Gitarrist sowie Daniel Rehbein an der Gitarre und am Mikro schon. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die Förderung waren Originalität, Kreativität, Eigenwilligkeit und Persönlichkeit in Komposition, Arrangement, Interpretation und Präsen- tation der Bands. Und die Haager Jungs konnten die Juroren auf ganzer Linie überzeugen. Aufgefallen sind sie allerdings schon früher. Etwa beim Schooljam, wo sie den Titel “Beste Schülerband Deutschlands 2006” einheimsten. Wer hätte damals an der Haager Schule daran gedacht, dass die Liebe zur Musik irgendwann das Le- ben des Quartetts bestimmen wird. Ihre Vorbilder sind Led Zeppelin, die Ramones und die Rolling Stones. Den viel zitierten Stein und damit ihre Karriere brachte eine Geburtstagsfeier ins Rollen. Dort stieß Georg Raig auf die Band seines musikinfizierten Klassenkameradens Daniel, die mit Komponieren noch nicht viel am Hut hatte, aber von den Jamsessions im heimischen Keller nicht mehr wegzudenken war. Im ehemaligen Zehentstadel bei „Rock unterm Turm“ bewiesen die oberbayerischen Jungs, warum genau sie für die Förderung des John-Lennon-Awards geeignet sind. Ihr Musikstil ist eine Mischung aus Rock' n'Roll, Garage, Rock und Punk. Langes Proben bis zur Perfektion war noch nie ihr Ding. Sie sprangen lieber gleich ins kalte Wasser, spielten live auf der Bühne, dem besten Probenraum. Hier können sich die vier unterschiedlichen Charaktäre, die manchmal wie Tag und Nacht, aber immer von einem Gedanke getrieben sind – der Musik – am bestenn austoben. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Die aktuelle CD „Open your eyes or cover your head“ glänzt mit klangvollen Eigenkompostionen wie “Roses are red” oder “We are the underground”. „Bad-ass Rock´n Roll aus Oberbayern“ brachten es die Jury auf den Nenner – Musik ohne Schnörkel, direkt und absolut geradeaus. Nun sind die Haager Burschen erst mal happy, weil sie den Förderpreis gewonnen haben. Sie erwartet in Kürze ein reichhaltiges Trainingsprogramm mit Workshop-Wochenenden, Bera- tung und Betreuung durch Profis sowie tollen Auftrittsmöglichkeiten. So wurden sie bereits zum Kite & Rock-Festival ins Nordsee-Heilbad Büsum eingeladen, wo Shenaniganz im Rahmen der Kite Surf Trophy 2010 das Abendprogramm mitgestalten. Vom Haager Probenkeller auf die großen Bühnen der Welt könnte man ihren schnellen Erfolg beschreibbe. Nun ist abzuwarten, wo es die unsinnigen Jungs noch hintreibt. Infos unter www.jlta. de und www.shenaniganz.de

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