Positive Bilanz

Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Landkreis Erding

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Landrat Martin Bayerstorfer und die Leiterin der Erziehungsberatungsstelle Sabine Wolf freuen sich über die Auszeichnung.

Erding – Der Landkreis ist im Hinblick auf Beratung, Betreuung und Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen hervorragend aufgestellt. Einen Querschnitt davon zeigten die in der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorgestellten Jahresberichte der Kommunalen Jugendarbeit, der Erziehungsberatungsstelle und des Kreisjugendrings. Die Kommunale Jugendarbeit am Landratsamt begleitete beispielsweise im vergangenen Jahr den Aufbau des neuen Jugendtreffs Isen und stand den Verantwortlichen mit Rat und Tat zur Seite. 

Auch das im Zuge der Bildungsregion ins Leben gerufene Kreisschülerparlament wird sehr gut angenommen und beschäftigt sich unter anderem mit Themen wie Mobbing und Respekt; Mülltrennung oder auch der Entscheidungsfindung für den richtigen Beruf. Ebenfalls wurde durch die Kommunale Jugendarbeit im Jahr 2018 ein Ehrenamtsempfang für in der Jugendarbeit tätige Menschen organisiert, an dem rund 100 Teilnehmer Wertschätzung für ihr ehrenamtliches Engagement erfahren durften. Die Erziehungsberatungsstelle hat im vergangenen Jahr rund 700 Familien beraten; sehr gut angenommen wird etwa das Angebot „Frühe Hilfen“, innerhalb dessen z.B. Gruppen für junge Mütter oder mehrfach belastete Familien betreut werden. Der Kreisjugendring hat sich im Jahr 2018 personell neu aufgestellt und blickt mit einer starken Mannschaft auf die kommenden Aufgaben. Dazu gehört unter anderem die Unterstützung des Landratsamtes bei der Platzvergabe für den Jugendzeltplatz am Notzinger Weiher.

Vorgestellt wurde im Rahmen der Sitzung auch das Projekt „Koordinierungsstelle für Familienbildung und Familienstützpunkte“. Zielsetzung dabei ist, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken und auch die strukturelle Weiterentwicklung in den ländlichen Raum voranzutreiben. Auch in kleineren Gemeinden sollen wohnortnahe Beratungsangebote und die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch der Eltern untereinander ausgebaut werden. Darüber hinaus wird im Zuge dieses Projekts des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales der Landkreis Erding eine Sonderstellung einnehmen, denn die landkreiseigene Erziehungsberatungsstelle wird an den zukünftigen, neu zu schaffenden „Familienstützpunkten“ jeweils ein zusätzliches Beratungsangebot vorhalten. 

Dazu beschloss der Jugendhilfeausschuss, die Förderrichtlinie für die von den Gemeinden betriebenen Familienstützpunkte an die Vorgaben des Ministeriums anzugliedern. Am 1. August 2018 ist das Bayerische Familiengeldgesetz in Kraft getreten. Der Freistaat Bayern gewährt danach ab 1. September 2018 den Eltern für ab dem 1. Oktober 2015 geborene Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr, d.h. vom 13. bis zum 36. Lebensmonat 250 Euro pro Monat und ab dem dritten Kind 300 Euro pro Monat. Durch eine nachträgliche klarstellende Ergänzung der Anspruchsvoraussetzungen wird klargestellt, dass der Gesetzgeber erwartet, dass das Familiengeld zur Betreuung der Kinder verwendet wird. Ungeachtet der Verwendungserwartung des Gesetzgebers soll nach Auffassung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales auf einen konkreten Nachweis und eine entsprechende Überprüfung hinsichtlich der Verwendung verzichtet werden. Anderenfalls würde dies erfahrungsgemäß hohen Bürokratieaufwand zur Folge haben, der im Sinne einer bürgerfreundlichen Regelung vermieden werden soll. Landrat Martin Bayerstorfer entschied sich daher für eine familienfreundliche Lösung und so wird im Fachbereich Jugend und Familie von einer Anrechnung des Familiengeldes abgesehen, was von den Ausschussmitgliedern sehr begrüßt wurde. Erfreut zeigte sich der Landrat darüber hinaus über die Wertschätzung, die die Erziehungsberatungsstelle für ihr Engagement im Bereich des Netzwerks „Familienpaten Bayern“ erfährt. Sie erhielt eine Ehrenurkunde des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales für fünfjährige, engagierte Mitgliedschaft in dem Projekt, innerhalb dessen Laienhelfer angeleitet werden, junge Familien für einen begrenzten Zeitraum in ihrem Alltag zu unterstützen.   - Claudia Fiebrandt-Kirmeyer

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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