Wachstumstarker Mittelständler

Fürmetz Group Taufkirchen zählt zu „Bayerns Best 50“

Fürmetz Group Taufkirchen zählt zu „Bayerns Best 50“
+
Die drei Geschäftsführer: Mischa, Anton „Burli“ und Toni Fürmetz freuen sich mit dem bayerischen Löwen als einer der besten bayerischen Mittelständler ausgezeichnet worden zu sein.

Taufkirchen – Mit 205 Lastern und 250 Mitarbeitern zählt die Spedition, der mittlerweile drittgrößte Arbeitgeber der Vilsgemeinde, zu den wachstumsstärksten und dynamischsten mittelständischen Unternehmen in Bayern. Im Juli wurde das Taufkirchener Famlienunternehmen mit dem Titel „Bayerns Best 50“ ausgezeichnet. 

Hubert Aiwanger überreicht Bayerischen Löwen

Das ist wohl die größte Anerkennung, die Hauptgeschäftsführer Anton „Burli“ Fürmetz junior für seine Arbeit, seinen Mut in die Zukunft zu investieren und Verantwortung für so viele Mitarbeiter zu übernehmen, erhalten konnte. Geehrt wurden 50 bayerische Mittelständler, die in den vergangenen fünf Jahren die Zahl ihrer Mitarbeiter und ihren Umsatz überdurchschnittlich steigern konnten. Sie seien das „Rückgrat unserer Wirtschaft“, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Preisverleihung im Schloss Schleißheim. Er überreichte den 50 Firmeninhabern den bayerischen Löwen und betonte: „Sie sorgen bayernweit für zukunftsfähige Arbeits- und Ausbildungsplätze und tragen damit entscheidend zu unseren Wohlstand bei.“ 

Größte Baustoffspedition in Süddeutschland

„Wir haben uns als größte Baustoffspedition in Süddeutschland am Markt etabliert und genießen einen hervorragenden Ruf bei unseren Kunden, Lieferanten und Subunternehmern“, sagt Anton Fürmetz junior selbstbewusst. 70 Prozent des Geschäfts mit ihren rund 500 Kunden mache die Baustofflogistik aus. Der Rest sei Getränkelogistik. „Ich wollte nicht wachsen. Für mich war es wichtig, dass das Unternehmen gesund da steht, ich meine Kunden bedienen kann und meine Mitarbeiter zufrieden sind“, betont er. Um seine Kunden weiterhin bestens bedienen zu können, nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden und sich ein Höchstmaß an Entscheidungsfreiheit zu erhalten, entschied er sich zu expandieren. Das Unternehmen konzentriert sich auf inländische Fahrten, die 85 Prozent des Geschäftes ausmachen. Das ausländische Geschäft beschränkt sich vor allem auf Osterreich und Italien, wo Fliesenhändler aus Modena und Bologna schon seit 20 Jahren zu ihren Kunden zählen. Ein Wettbewerbsvorteil seien auch die 100 Kran-Lkws, die den Auftraggebern Zeit und Aufwand sparen. 

Die Gründer

Hinter dem Erfolg des Unternehmens steht die ganze überaus engagierte Fürmetz-Familie mit ihren hochmotivierten Mitarbeiter. Gegründet wurde die Firma 1948 von Großvater Anton Fürmetz in Kirchlern. Seine Frau Maria hatte einen Laster in die Ehe mitgebracht und so ging es los. Die Söhne Toni und Hans stiegen gleich nach der Schule ein. „Damals waren es sieben Laster“, erinnert sich Senior-Chef Toni Fürmetz.

Sein Vater, der Firmengründer starb 1984. Ein paar Jahre später übernahmen er und sein Bruder Hans das Geschäft mit über 20 Autos. Mächtig stolz ist er auf seinen „tüchtigen Sohn, der sein vollstes Vertrauen genießt und den Betrieb in diese Größenordnung brachte“. Denn als er vor zwölf Jahren die Spedition zu 50 Prozent an seinen Ältesten übergab, waren es noch 28 Laster. Dass die Geschäftsübergabe so reibungslos klappte, dafür ist ihm sein Sohn Burli sehr dankbar. „Das ist nicht selbstverständlich.“ Der 69-jährige Senior ist noch Gesellschafter, technischer Geschäftsführer und erfahrener Berater für seine beiden Söhne.

Erfolgsgarant Familie

Denn der 32-jährige Sohn Mischa, seines Zeichens Bankfachwirt, Betriebswirt und Marketing-Manager, ist vor kurzem in den Betrieb eingestiegen. Er bringt neue Strukturen in das schnell gewachsene Familienunternehmen. Als Geschäftsführer Nummer 3 übernimmt er die strategische Leitung, kümmert sich um das Marketing, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und das Controlling. Der 65-jährige Onkel Hans organisiert immer noch die Werkstatt, Tante Marianne Hampel ist seit 1967 im Büro tätig und hat noch keinen Tag gefehlt. Sie identifiziert sich mit dem Geschäft ebenso wie ihre Nichte Manuela Mooser, Burlis Schwester, die sie seit 2014 unterstützt und einmal ihre Nachfolgerin werden soll. Von den insgesamt 250 Mitarbeitern (mit der Niederlassung in Nürnberg) sind 205 Lkw-Fahrer. 

Weitere Expansion geplant

Ein Großteil der Belegschaft stammt aus Taufkirchen und Umgebung. 45 Mitarbeiter seien in der hauseigenen Werkstatt oder im Büro für die Disposition oder kaufmännische Aufgaben zuständig. Ihnen wolle man ein angenehmes Arbeitsumfeld bieten. Der aktuelle Standort in Kirchlern platzt aber aus allen Nähten. Das erst vor fünf Jahren bezogene Verwaltungsgebäude ist schon wieder zu klein, weil sich die Mitrbeiterzahl fast verdreifacht hat. Und die Unterbringung der Laster in Hilpolding ist ebenfalls nur eine provisorische Lösung. Deshalb plant das Unternehmen 2021 ein neues 37.000 Quadratmeter große Areal zu beziehen. Nötig ist dies auch, um für die Zukunft bestens gerüstet zu sein. Deshalb setzt das Familienunternehmen neben zufriedenen Kunden und Mitarbeitern auch auf Nachhaltigkeit. So befindet sich derzeit einer ihrer Lkws in einer Testphase mit einem so genannten LNG-Gas-Antrieb, sollte sich das bewähren, werden noch mehrere folgen. til

Auch interessant:

Meistgelesen

Grundschule Isen ist auf den Hund gekommen
Grundschule Isen ist auf den Hund gekommen

Kommentare