Neues aus der Schule

Spielen macht schlau

Kinder spielen Brettspiel
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Spielen statt Bildschirmglotzen

Dank ihres originellen und durchdachten Konzepts hat die Grundschule Taufkirchen ein komplettes Spielezimmer gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen

Taufkirchen – Hintergrund des Projektes sind die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassisches Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie durch das Fernsehen stattfindet. Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Internet, PC Spielen und Konsolen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken. Die Grundschule Taufkirchen hat sich an dem Aufruf der Initiative beteiligt und ein Konzept eingereicht, in dem sie ihre Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielzimmer in ihrer Schule vorstellt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 211 Gewinner in erstmals allen 16 Bundesländern. In dem pädagogischen Konzept, das von Angelika Fandré- Hieke und Stephanie Zehtner entwickelt und bei der bundesweiten Initiative „Spielen macht Schule“ eingereicht wurde, hieß es dazu unter anderem: „Seit dem Schuljahr 2007/08 geht die Grundschule Taufkirchen (Vils) neben zwei Regelklassen mit einer gebundenen Ganztagesklasse neueWege. In besonderem Maße widmen wir uns der ganzheitlichen Förderung und dem Aufbau grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten. Dabei liegt einer unserer Schwerpunkte auf der Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund. Durch parallel laufende Strukturen ergeben sich auch Synergien für andere Kinder, bei denen ein ebensolcher Förderbedarf besteht.“ Wegen der pädagogischen Zielsetzung ist die Bildungseinrichtung sehr an einem vielfältigen Angebot von geeigneten Spielen interessiert und hat auch bereits einige gebrauchte Spiele gesammelt oder in mühevoller Kleinarbeit selbst erstellt. Das neu eingerichtete Spielezimmer steht ab sofort allen Schülern zur Verfügung. Spiele aus den unterschiedlichsten Bereichen – „Experimentieren und konstruieren“, „Konzentration und Geschicklichkeit“, „Logik und Strategie“, „Outdoor und Bewegung“, „Rollenspiel und Sozialkompetenz“, „Sprechen, lesen, schreiben“, „Wissen und verstehen“, „Zählen, rechnen, Mathematisch denken“ – können darin ausgeliehen werden. Für die Betreuung und die Ausleihe der Spiele ist Ramona Zimmermann verantwortlich. Die Grundschule Taufkirchen besuchen in diesem Schuljahr 260 Schüler in zwölf Klassen in „normalen“ Regelklassen in jeder Jahrgangsstufe auch eine Ganztagesklasse. Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ und dem Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL, Ulm) 2007 gemeinsam ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Initiative von den 16 Kultusministerien. Um ein Spielezimmer zu gewinnen, hatten die Grundschulen bis Juni 2012 Zeit, ihre Bewerbung an den Verein zu schicken. Die besten Konzepte wurden von einer Fachjury prämiert. ig Spielen statt Bildschirmglotzen (ig)

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