Staatspreis für Zeno Kern

Isen

(ig) – Der Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung wurde WBV-serem Ortsobmann, Zeno Kern aus Isen, durch Staatsminister Helmut Brunner persönlich überreicht. Zeno Kern war damit einer von 14 Preisträgern aus ganz Bayern. Der Staatspreis wird nur alle zwei Jahre vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verliehen. Der Staatsminister würdigt mit diesem Preis vorbildliche Leistungen privater und körperschaftlicher Waldbesitzer und Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse. Eine unabhängige Jury wählte aus den bayernweiten Vorschlägen. Das diesjährige Motto lautete „Stetige Pflege für stabile Wälder“. „Uns freut besonders, dass unser Vorschlag Berücksichtigung fand“, so Rainer Mehringer, Vorsitzender der WBV Erding. „Unser Mitglied und Ortsobmann Zeno Kern hat seit Jahren seinen Wald nicht nur vorbildlich gepflegt, sondern ermöglicht auch anderen interessierten Waldbesitzern Schulungen und Exkursionen in seinem Wald. Er hat den Mut auch neue Wege zu gehen“. 1980 übernahm Zeno Kern im Alter von gerade einmal 19 Jahren den Hof von seinem Vater. Mit anfangs drei Zuchtschweinen wagte er damals einen Neuanfang. Heute hat er in seinem Zucht- und Mastbetrieb im Schnitt 2.500 Tiere. Vor allem seine Frau Johanna, aber auch die drei Töchter stehen Zeno Kern tatkräftig zur Seite. Der dazugehörige Wald der Kerns, mit 20 Hektar Größe, trägt zum Gesamteinkommen des Betriebs bei. Sein Wald dient auch zur Deckung des Energiebedarfs für die Ställe. Nach dem der Orkan Wiebke (1990) Fichtenwälder auf großer Fläche umgeworfen hatte, pflanzte Kern auf den entstandenen Freiflächen Laubwälder. Bei den verbliebenen Fichtenbeständen hat er durch regelmäßige Durchforstungen die Widerstandskraft der einzelnen Fichten erhöht. In den entstandenen Halbschatten dieser durchforsteten Wälder pflanzt und sät er Tannen und Buchen. Durch diese Maßnahmen werden langfristig stabile und an den Klimawandel angepasste Mischwälder erreicht. Die stetige Pflege seines Waldes beweißt, dass auf den Böden der Region auch wertvolle Laubhölzer bestens gedeihen können. Sein Engagement endet nicht an seiner Grundstücksgrenze, sogar aus China waren schon Forstleute da, um sich zu informieren, wie ein Wald in vorbildlicher Weise umgebaut werden kann.

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