Beste Stimmung herrschte beim Neujahrsempfang

Statt Jammern lieber mitgestalten

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Bürgermeisterin Michaela Mühlen sprach Klartext beim Neujahrsempfang in der Holzlandhalle in Inning.

Inning – Beste Stimmung herrschte beim Neujahrsempfang in der Holzlandhalle. Bürgermeisterin Michaela Mühlen traf genau den Nerv der Anwesenden, um die Anwesenden auf das neue Jahr einzustimmen. Sie stellte fest, dass unzufriedene Stimme und ein rauer, respektloser Ton sich in unserer Gesellschaft verbreite. Im Arbeitsalltag sei sie oft mit Streitereien konfrontiert, die auf Neid beruhen, wobei immer wieder „die Anderen“ verantwortlich gemacht werden, seien es Politiker, Nachbarn, Kollegen, Lehrer, Chefs, Flüchtlinge, die eigene Familie oder die Ehrenamtlichen. Sie mutmaßte, ob es daran liegen könne, „dass es uns allen schon zu lange zu gut gehe“ und viele dies nicht mehr schätzen könnten. Frieden, Sicherheit und Wohlstand würden als selbstverständlich hingenommen. Die weltweite Situation könne man nicht verändern, aber Werte wie Mitmenschlichkeit, Respekt, Dankbarkeit und Zusammenhalt als Grundlage für sein eigenes Denken und Handeln nehmen. Mühlen dankte den vielen Menschen, die sich in der Gemeinde wieder engagiert hätten, in Vereinen, bei kulturellen Ereignissen, in der Nachbarschaftshilfe, im Aslyhelferkreis, bei der Feuerwehr oder im Pfarr- bzw. Gemeinderat. Vor allem in der Kinder- und Jugendförderung stecke sehr viel Zeit, erkannte sie und würdigte alle, die sich neben Beruf und Familie diese Zeit nehmen, um Kinder zu betreuen, zu trainieren und zu fördern. Sie alle würden einen „großen Beitrag leisten, um unsere Gemeinde lebenswert zu machen“. Heuer stehe das Doppeljubiläum im Kinderhaus, die 40-jährige Freundschaft mit der Partnergemeinde Riffian und das erste Freilichttheater in Inning an, die auch wieder viel Organisation und Arbeit erfordern. Der Gemeinderat sei im vergangenen Jahr aktiv gewesen, auch wenn ein ruhigerer Eindruck entstanden sei. Die Früchte dieser Arbeit werden in den kommenden zwei Jahren eingefahren. Mühlen nannte den Breitband-Internetanschluss, der in spätestens zwei Jahren die komplette Gemeinde versorge. Bei den Planungen für das Bürgerhaus und Freizeitgelände, die auf Hochtouren laufen, werde als erstes dieses Frühjahr der Freizeitweg aus der Dorferneuerung verbessert. Mit dem neuen Feuerwehrauto rechnet sie Ende des Jahres und nach vielen Rückschlägen könne man endlich mit der Erschließung des neuen Baugebietes „Am Reimeringer Weg“ beginnen. Mühlen forderte die Anwesenden auf, sich weiter in das Gemeindeleben einzubringen, sich Gedanken zu machen und mitzugestalten, offen und aufgeschlossen einander zu begegnen und füreinander da zu sein, sich öfter mal wieder zu umarmen, was viele dann auch gleich taten. Beim Büffet wurden noch Neujahrswünsche ausgetauscht und geratscht.til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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