Stefan Haberl will Taufkirchens Bürgermeister werden

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Das erste offizielle Foto (v.l.): Christoph Puschmann (CSU-Ortsverbandvorsitzender und 2. Bürgermeister) mit CSU-Bürgermeisterkandidat Stefan Haberl und dem amtierenden Taufkirchener Bürgermeister Franz Hofstetter

Der 36-Jährige wurde als Spitzenkandidat vom CSU-Ortsverband und der Fraktion aufgestellt. Der Vater von zwei kleinen Töchtern ist seit sechs Jahren Gemeinderat, gelernter Banker und arbeitet als Kämmerer in Fraunberg

Taufkirchen – „Wir wollen den Spekulationen ein Ende setzen“, sagte Vize-Bürgermeister Christoph Puschmann. Als CSU-Ortsvorsitzender hatte er die Presse zur Vorstellung des CSU-Bürgermeisterkandidaten für Taufkirchen auf die Schlossterrasse eingeladen. Viele hatten eigentlich Puschmann als Nachfolger von Franz Hofstetter gesehen. Doch dies wurde nicht bestätigt. 

Um die Spannung zu steigern, ergriff Hofstetter als erster das Wort und erklärte, er werde nächstes Jahr im März nicht mehr antreten. „Ich bin fit und gut drauf und hoffe, dass es so bleibt. Ich mache das Bürgermeisteramt auch wirklich mit Freude und könnte es noch zehn Jahre weiter machen, weil ich Taufkirchen mag, es wie mein Unternehmen, meine Familie ist.“ Daraus resultiere aber auch Verantwortung und, dass man die Gemeinde zukunftssicher machen müsse. Deshalb sei es jetzt nach 24 Jahren soweit die Führung in jüngere Hände abzugeben. Ein weiterer Grund sei seine Aufgabenfülle. Den „Bezirkstag mache ich aus Leidenschaft“, dafür wolle er sich noch mehr engagieren, betonte er. Zudem sei er Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Erding, sitze im Tourismusverband und habe noch einige andere ehrenamtliche Tätigkeiten. Auch würde er gerne nochmal für die Partei für den Kreistag kandidieren, sodass er sicherlich nicht in ein Loch fallen werde. Der wichtigste Grund sei aber, dass er mehr Zeit für seine Frau Gabi und seine Familie haben wolle. Seine Frau und Schwiegertochter hätten eine kleine Pension, wo er gerne mehr mithelfen wolle. „Ich bin jetzt 64 Jahre alt und wäre dann 71, bis ich aufhöre.“ Viele Gespräche habe er geführt, das Ergebnis werde heute präsentiert. „Ich bin mir sicher, es ist ein super Angebot für den Wähler“, meinte er in Richtung CSU-Spitzenkandidaten Stefan Haberl. Puschmann zitierte den Empfehlungsbeschluss, den die erweiterte Ortsvorstandschaft mit der Fraktion eine Woche zuvor einstimmig gefasst hatte mit der Bitte, Stefan Haberl als CSU-Kandidaten zu unterstützen. 

Haberl bedankte sich für das Vertrauen. „Ich nehme es sehr gerne an.“ Das einstimmige Votum freue ihn sehr und gebe ihm einen „riesigen Rückhalt.“ Seine Entscheidung habe er mit seiner Frau Katrin und Familie abgestimmt, die ihn 100 Prozent unterstützen. Als Bürgermeister wolle er kandidierten, weil er einen sehr engen, emotionalen Bezug zu Taufkirchen habe. „Taufkirchen ist seit meiner Geburt, also seit 36 Jahren meine Heimat.“ Die Möglichkeit, in seiner Heimatgemeinde, die er fast so gut kenne, wie seine Westentasche, als Bürgermeister zu kandidieren, sei für ihn eine große Ehre. Trotz der vielen Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten wolle man an Tradition festhalten, das sei in der digitalen Zeit wichtiger denn je. Auch er wolle künftig zusammen mit dem Gemeinderat und den Bürgern zukunftsweisende Entscheidungen treffen und die Gemeinde gestalten. „Das ist eine riesige Motivation für mich, gibt mir Kraft und Energie.“ Wichtig sei ihm, dass sich die Bürger auch künftig in der Vilsgemeinde wohlfühlen, dazu wolle er die Voraussetzungen schaffen.

Als Familienvater von zwei Töchtern, Anni und Rosi, die erst am 1. Juli, auf die Welt kamen, könne er sich in viele Themen persönlich einfühlen, angefangen von der Kinderkrippe über das große Projekt Schule bis zum Wohnungsbau. Gerade in diesen Bereichen dürfe man nicht nachlassen, betonte er. Gemeinsam mit den anderen CSU-Kandidaten werde man im Oktober das Wahlprogramm erstellen. „Bis dahin will ich ganz genau in die Leute reinhören und mich viel mit unseren Bürgern unterhalten, von Mensch zu Mensch.“ Er sei zudem in sozialen Netzwerken aktiv, um auch mit diesen Nutzern ins Gespräch zu kommen. Wichtig seien ihm eine solide Haushaltsplanung, gerade auch im Hinblick auf das Bauprojekt Schule, alles rund um Familie, Baugebiete, Mobilität und Energiepolitik sowie die Ortsumfahrung und die Belebung der Ortsmitte. „Unser Leitbild von einer lebens- und liebenswerten Gemeinde kann ich mir auf die Brust schreiben“, sagte der 36-Jährige. So soll es auch künftig sein. „Ich will es mit Herz und Verstand machen, gemeinsam mit Bürgern und Gemeinderat.“ 

Vielen ist Haberl auch als Musiker bekannt, unter anderem spielt er die Trompete bei der Kapelle Ledawix. „Musik ist seit 25 Jahren meine Leidenschaft und wird immer eine Rolle in meinem Leben spielen“, vielleicht bald aber eine nicht mehr so wichtige. Durch die Musik habe er „ein brutales Gespür für Menschen entwickelt“ und gelernt auf sie zuzugehen. Warum sollte ich es als Kandidat oder als Bürgermeister künftig anders machen?“ Haberl sei von der Qualifikation als gelernter Bankkaufmann, Sparkassenbetriebswirt und zwei Jahre als Kämmerer der Gemeinde Fraunberg, sowie als Gemeinderat und Mitglied im Bauausschuss bestens geeeignet und ein „hervorragender Kandidat“, betonte Puschmann und „der beste“, den die CSU für diese Bewerbung auffährt. Auch Hofstetter betonte, dass man ein gutes Personal-Tableau und gutes Programm anbieten wolle.  - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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