Bildung und Digitalisierung im Landkreis

Taufkirchener Lehrkräfte nehmen teil an europaweiten Lehrerfortbildungen

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Kurs mit zwölf Teilnehmern in Dublin (Irland) 

Taufkirchen – Im Rahmen des Erasmus+ Programms fanden zahlreiche Fortbildungen unter anderem zur Digitalisierung und zum Einsatz von Medien im Unterricht statt. Einige Lehrkräfte der Staatlichen Realschule Taufkirchen (Vils) nahmen erfolgreich daran teil. Barcelona, Rom, Helsinki, Kreta, Stockholm, Dublin, Tallin und Valletta. In diesem Fall keine Urlaubsländer, sondern Orte des pädagogischen und kulturellen Austausches. Die Taufkirchener ließen sich im Rahmen der erfolgreichen Einführung der ersten Tablet-Klassen an der Realschule in Taufkirchen fortbilden. Inhalte waren unter anderem das Kennenlernen verschiedener unterrichtsspezifischer Apps, aber auch Einblicke in das Programmieren und das Erstellen von Blogs und Websites. Sogar die Möglichkeit, eine Virtual Reality Brille in den Unterricht einzubauen, wurde dabei erörtert. Ein virtueller Gang durch eines der größten Museen wie dem Louvre in Paris, wäre dadurch auch für eine Klasse in Südbayern möglich. Alles Dinge, die in der heutigen Zeit unabdingbar sind.

Besonders im Bezug auf die Tablet-Klasse ist es daher wichtig, den Schülern einen verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien beizubringen. Umso erfreulicher, dass es gerade in diesem Feld europaweit ein großes Fortbildungsangebot für Lehrer gibt, die im Austausch mit vielen Nationalitäten sowohl ihr Wissen erweitern, als auch bereits bestehende Kenntnisse weitergeben können. Darüber hinaus wird der kulturelle Austausch unter den Schulen maßgeblich gefördert und weitere gemeinsame Projekte können aufgebaut werden. Was noch vor einigen Jahren als Email-Projekte zum Austausch der Schüler zwischen verschiedenen europäischen Ländern angefangen hat, kann jetzt auf einer neuen Ebene weitergeführt werden. An jeweils fünf Tagen nahmen insgesamt sechs Lehrkräfte an Kursen in ganz Europa teil. Dabei wurde ihnen ein intensiver Einblick in neue Arbeitsbereiche ermöglicht. Learning-by-doing heißt das Prinzip hier in den meisten Fällen. Nachdem die jeweilige App kurz vorgestellt wird, werden den Lehrern Arbeitsaufträge ausgehändigt, die sie dann mit Hilfe des neuen Tools bearbeiten sollen. Lehrer werden quasi zu Schülern. 

In Teams mit anderen Lehrern aus verschiedenen Teilen Europas, zum Beispiel aus Bulgarien, Griechenland, Finnland, Italien oder Polen, werden die Apps auf ihre Umsetzungsmöglichkeiten und deren Einsatz im Unterricht erprobt. Kaum von der Fortbildung zurück, können diese dann direkt im Unterricht umgesetzt werden, zum Beispiel indem Schüler zur Wissensüberprüfung selbst Quizze gestalten oder für ein Referat einen potenziellen Internetbeitrag erstellen. Auch zukünftig möchte die Reaschulie hier die Teilnahme an solchen Fortbildungen fördern, um den Schülern ein breites Angebot zur Verfügung stellen zu können.   - nad

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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