Kreativ in Coronazeiten

Taufkirchener Starkbier schwemmt Spende rein

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Bürgermeister Stefan Haberl, Brauerei-Vertriebsleiter Fritz Rumpfinger, die BSG-Chefs Franz Schlossnikl und Thomas Unterreitermeier sowie Verwaltungsleiter Martin Bauer (v.l.)

Taufkirchen – Es war keine leichte, aber die richtige Entscheidung, das geplante 25. Starkbierfest am 9. März wegen Corona abzusagen, erklärte BSG-Vorsitzender Franz Schlossnikl. Dennoch gab es jetzt einen freudigen Anlass für ihn: Zusammen mit seinem Vize Thomas Unterreitmeier und Fritz Rumpfinger, dem Vertriebsleiter der Brauerei Taufkirchen, übergab er einen Spendenscheck in Höhe von 700 Euro im Sudhaus an Bürgermeister Stefan Haberl und Verwaltungsleiter Martin Bauer. Das Geld kommt in den Sozialfond der Gemeinde. 

Das Geld stammt aus dem Verkauf des Bockbieres, das Braumeister Tom Drechsel für das Starkbierfest eingebraut hatte. Die Verantwortlichen des Fußballvereins und der Brauereigenossenschaft hatten sich damals noch mit Bürgermeister Franz Hofstetter für die Absage des Traditionsfestes entschieden. Dann aber überlegt, was mit dem Bier passieren soll. Sie entschieden sich, es in Flaschen abzufüllen und die bestellten Bierträger im ganzen Landkreis und darüber hinaus auszufahren, erzählte Schlossnickl. Ein Euro pro Träger sollte für einen sozialen Zweck gespendet werden. „Auch das Trinkgeld haben wir gespendet. Wir hätten 50 Tragerl mehr verkaufen können“, sogar aus Eberspoint und Bodenkirchen seien Anfragen gekommen. Vertriebschef Rumpfinger freute sich, das die BSG-Mitglieder schon im Vorfeld tolle Werbung dafür gemacht und die Brauerei mit dieser Aktion bestens unterstützt hätten. „Der Bock war schnell weg.“ Hochzufrieden äußerste er sich auch über die Eigendynamik und darüber, dass die Bürger in Krisenzeiten so zusammenhalten würden. 

Auch Taufkirchens Bürgermeister Stefan Haberl freute sich über die „wunderbare Zusammenarbeit“. Anfang März, zu Beginn der Corona-Krise, seien die Folgen noch nicht vorhersehbar gewesen. Dass die Verantwortlichen so spontan reagiert, das Fest abgesagt und das Bier unter die Leute gebracht hätten und als I-Tüpfelchen den Erlös nun dem Sozialfond der Gemeinde zukommen lassen, begeisterte ihn. Dieser Fond wurde 2013 gegründet, um Bürger, Firmen, Vereine und bedürftige Personen der Gemeinde zu unterstützen. Und Hoffnung auf ein künftiges Starkbierfest gibt es auch, laut BSG-Vorsitzenden. „Wir als Verein haben durch das abgesagte Fest ein bisserl Minus gemacht, aber die Geschichte werden wir verkraften.“ Und das Jubiläum-Starkbierfest, das schon zum zweiten Mal abgesagt werden musste – 2019 lag es an den Sicherheitsauflagen, die nicht erfüllt werden konnten – werde bestimmt ein anderes Mal ausgeführt, da ist sich Schlossnikl sicher.  - til

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