Lockerungen in Zeiten von Covid-19

Taufkirchener Waldbad-Team für Öffnung vorbereitet

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Trockenschwimmen im Waldbad (v.l.): die stellvertretende Referentin Bärbel Leiner, Bürgermeister Stefan Haberl, Bademeister Ralf Alscher, Waldbadreferentin Anneliese Mayer, Sachbearbeiterin Verena Held und Thomas Singer hatten sichtlich Spaß beim Pressetermin.

Taufkirchen – Im Juni könnte es soweit sein, aber welche Auflagen für die Öffnung von Freibädern auch für das Taufkirchener wegen Corona getroffen werden müssen, steht noch nicht fest. Man sei vorbereitet, erklärte Bürgermeister Stefan Haberl beim Pressetermin, wenn das Okay von der Landespolitik zur Öffnung komme. Weil es viele Fragen aus der Bevölkerung gebe, wollte er über den Sachstand informieren. Dazu lud er Ralf Alscher, Meister für Badebetriebe, und Thomas Singer, Fachangestellter für Bäderbetriebe ein, ebenso Rathaus-Pressesprecherin Renate Bauer, Sachbearbeiterin Verena Held und die Waldbad-Referentinnen Anneliese Mayer und Bärbel Leiner. 

„Wir sind in der glücklichen Lage ein großes Areal zu haben“, meinte Haberl und betonte, die auferlegten Sicherheits- und Hygienestandards könnten in allen Bereichen eingehalten werden. Das Waldbad sei Familien-, Sport- und Bewegungsbad für alle Altersschichten, das sollte auch diesen Sommer möglich sein. Um seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen, hat er MdL Ulrike Scharf gebeten, sich bei den entsprechenden Personen in der Landespolitik dafür einzusetzen. Das Waldbad-Team nutzte die Zeit, um alles auf Vordermann zu bringen. Man habe auch Konzepte erarbeitet, um auf die noch unbekannten Rahmenbedingungen schnell reagieren zu können, sobald es grünes Licht gebe, sagte Alscher. Eine Ansteckung im Wasser sei ziemlich unwahrscheinlich, denn das gechlorte Wasser zerstöre die Fetthülle des Corona-Virus schnell. Zudem habe die Gesellschaft für Badewesen ein Dokument mit Vorschlägen für den Umgang mit der Pandemie erstellt, etwa zur Wasseraufbereitung. Beim Nicht-Schwimmerbecken würde der Richtwert bei 2,7 Quadratmeter pro Person liegen. „Dann könnten wir über 500 Leute reinlassen. So viele waren da noch nie drinnen“. Beim Schwimmerbecken wären es 4,5 Quadratmeter und 240 Personen. Insgesamt sei das Waldbad rund 20.000 Quadratmeter groß, davon etwa 14.000 Quadratmeter Rasenfläche. Schwierig konnte es werden, wenn zehn bis 20 Quadratmeter pro Person gefordert würden. Sollten Namen, Telefonnummer, Ankunftszeit und Dauer des Aufenthaltes erfasst werden müssen, werde das Ganze kompliziert. Unter Umständen müsse das Personal aufgestockt werden, wenn kontrolliertes Einschleusen von der Regierung gefordert werde. Wenn an einem heißen Tag bis zu 3000 Gäste im Bad seien, müsse man die Zahl der Badegäste reduzieren. Aber man werde Lösungen für Abstands-, Ein- und Ausgangsregelungen finden, zu enge Gänge könnten beispielsweise zu Einbahnstraßen und nur jeder dritte Umkleideschrank geöffnet werden. 

Alscher hofft, dass die Landesregierung rechtzeitig den Öffnungszeitpunkt bekannt gibt, damit er mit seinem 16-köpfigen Team einen Vorlauf von etwa acht Tagen hat. Das Nicht-Schwimmerbecken sei soweit vorbereitet, müsse nur noch gespült werden und sei in zweieinhalb Tagen mit Wasser vollgelaufen. Dann seien nur noch die Technik einzustellen und Proben zu entnehmen. Das Schwimmerbecken könnte in zwei Wochen nachziehen. Referentin Mayer hätte sich gewünscht, das Waldbad schon zum Pfingstwochenende zu öffnen. Denn das Waldbad sei „Lebensqualität dahoam. Die müssen wir sichern“, zumal viele Leute heuer nicht in Urlaub fahren wollen. Noch sei Anfang der Badesaison, auch wenn das Waldbad in den Vorjahren immer vorgezogen mit einem Becken geöffnet habe. Je nach Wetter könnte man die Saison bis Mitte Oktober verlängern, so Alscher. Bereits gekaufte Saisonkarten behalten ihre Gültigkeit. Die Badegäste können diese Gutscheine für das Jahr 2021 verwenden oder für die reduzierte Corona-Karte, so Held. Oder mit dem Gutschein einen Solidaritätsbeitrag für das Waldbad leisten, warf Bauer ein.  - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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