Aus den Gemeinden

Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter verabschiedet sich vom Gemeinderat

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Vize-Bürgermeister Christoph Puschmann überreicht dem scheidenen Gemeindechef Franz Hofstetter einen Gutschein für ein neues Rad.

Taufkirchen – „Vergelt‘s Gott bei den Gemeindebürgern, dass ich 24 Jahre lang als Bürgermeister wirken durfte.“ Auch den aktuellen und ehemaligen Gemeinderäten und Verwaltungs- sowie Bauhofmitarbeitern sowie der Presse dankte er für die gute Zusammenarbeit in seiner letzten Gemeinderatssitzung im Taufkirchener Bürgersaal. „Ich bin dankbar und stolz, es war mir eine Ehre.“ Auch wenn es unterschiedlichste Argumente und teils hitzige Diskussionen gab, hätten er und die Gemeinderäte letztlich immer das Wohl der Bürger im Blick gehabt. „Aber man kann es nicht allen recht machen.“ Dass eine große Mehrheit der Beschlüsse im Gremium einstimmig gefasst wurde, freue ihn. 

Bereits seit 1986 habe er, damals noch als Bauamtsleiter, bei jeder Bauausschuss- und Gemeinderatsitzung teilgenommen. 722 öffentliche und 830 nicht-öffentliche Gemeinderatsitzungen, 632 öffentliche und 522 nicht-öffentliche Bauausschusssitzungen, zählte Hofstetter auf. Er erinnerte an die „wahnsinnig vielen Termine, die er bei der Dorferneuerung Moosen oder in verschiedenen Arbeitsgruppen und Foren wahrgenommen habe. Gefehlt habe er nur ganze fünf Wochen, wegen Klinikaufenthalten. „Es waren schöne Begegnungen und Diskussionen. Danke.“ Auch seiner „Frau Gabi und seiner Familie dankte er. Sie mussten Vieles aushalten. Zufriedenheit könne man nur verspüren, „wenn man von Leuten wie euch begleitet wird.“ Als Dank erhielt jeder der Räte von ihm eine Rose und ein Säckchen mit Zirbenholzschnitzeln. Den Zirbenschnaps gebe es dann bei ihm daheim. 

„Du warst ein absoluter Gestalter, hast Ideen und Visionen entwickelt“, würdigte ihn sein Stellvertreter Christoph Puschmann. 24 Jahre habe er fast Tag und Nacht gearbeitet und sei mit seiner Leistungsbereitschaft bis an seine Grenzen gegangen. Die ellenlange Liste seiner Errungenschaften aufzuzählen, dazu fehle die Zeit. Deshalb nannte Puschmann nur einige: den Vilstalradweg, der besser den je frequentiert werde, Schulsozialarbeit und Mehrgenerationenhaus, Rathausneubau, Kauf des Wasserschlosses, Schulneubau und -sanierungen, Bürgerhaus Hofkirchen sowie Wohn- und Gewerbegebietsausweisungen. Hofstetter habe nie die einzelnen Orte gegeneinander ausgespielt, sondern alle als Gesamtgemeinde gesehen. „Unter deiner Leitung hat sich Taufkirchen zu einer lebendigen, liebenswerten Gemeinde entwickelt.“ Der Gemeinderat habe es ihm nicht immer einfach gemacht, aber Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten seien für eine Demokratie wichtig. Als Abschiedsgeschenk überreichte er Hofstetter einen Gutschein für ein neues Zweirad in Form eines geschmückten, alten Vorderrades. Er wünschte ihm Gesundheit, Schaffenskraft und viel Freude daheim, als Hausmeister und Kaffeeträger im Kramerhof.Eine gebührende Abschiedsfeier soll es in der Zeit nach Corona geben.   - til

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