Kommunalwahlen in Bayern

Taufkirchens SPD-Ortsvorsitzender Manfred Slawny liebäugelt mit Bürgermeister-Kandidatur

+
Manfred Slawny (r.) möchte gerne die Geschicke der Gemeinde Taufkirchen lenken.

Taufkirchen – Er ist seit 15 Jahren Gemeinderat, seit fast zwölf Jahren im Kreistag und seit 1996 SPD-Vorsitzender. Nun möchte Manfred Slawny als Bürgermeister-Kandidat in den Ring steigen. „Das Amt des Bürgermeisters von Taufkirchen wäre einfach zu schade, wenn es tatsächlich nur einen einzigen Kandidaten geben würde“, meinte er bei der Jahreshauptversammlung der SPD im Gasthaus Zuhr, als er seine Pläne offen legte. Den CSU-Kandidaten Stefan Haberl schätze er und arbeite gerne mit ihm im Gemeinderat zusammen. Aber er möchte den Taufkirchener Bürgern ein größeres Angebot schaffen.

Von Jugend an politisch 

Er sei schon immer ein politischer Mensch gewesen, sagte Slawny. Zur Kommunalpolitik kam er, als er 1990 dem SPD-Ortsverein Dorfen beigetreten sei. 1995 hatte man die Hoffnung, dass er einer der Spitzenkandidaten von Dorfen werde, aber dann sei er nach Moos bei Moosen gezogen. Aber schon ein Jahr später als „frischer Taufkirchener“ auf die Gemeinderatsliste gegangen. 220 Stimmen habe er damals erhalten. 2005 sei er für Sepp Langmeier in den Gemeinderat nachgerückt.2008 wollte man ihn schon als Bürgermeister-Kandidaten aufstellen, aber zu diesem Zeitpunkt war der zweifache Vater noch nicht bereit. 2014 habe er beim Gemeinderatsergebnis aber schon auf über 2000 Stimmen erhöhen können. „Die Krux meiner letzten Wahlen war immer“, dass ihm seine SPD-Gemeinderatskollegen abhanden gekommen seien.

Resonanz abwarten 

Nun wolle er erst einmal die Resonanz in der Bevölkerung beobachten, ob er Zustimmung erhalte oder ob sich noch andere Kandidaten aufstellen lassen, „wo ich eventuell meine Kandidatur zurückziehen müsste. Momentan sehe ich die nicht“, meinte er. „Ich weiß natürlich, dass die CSU momentan in der Pool-Position ist“, Haberl wahrscheinlich ein breites Spektrum abbilde und einen starken CSU-Ortsverein und vermutlich auch dessen finanzielle Mittel hinter sich habe, was für ihn so nicht machbar sei. Sachorientierte Arbeit Aber Bürgermeisterwahlen seien immer Persönlichkeitswahlen. „Ich sehe mich als Angebot für alle Taufkirchener, ich will kein reiner SPD-Kandidat sein.“ Er habe in den letzten 15 Jahren bewiesen, dass er sehr „sachorientiert im Gemeinderat agiert habe“. Er habe für die CSU gestimmt, wenn er die Politik von Hofstetter gut fand, ihn kritisiert, wenn er das Gefühl hatte, dass er einen Fehler begangen habe. Im Großen und Ganzen sei die Arbeit im Gemeinderat von großem Konsenz geprägt gewesen. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen der anderen Parteien und der Landlisten sei gut. „Kommunalpolitik ist keine Parteipolitik, das hat Taufkirchen in den vergangenen Jahren bewiesen.“ Jeder vernünftige Antrag sei von allen abgesegnet worden. „Ich könnte mir vorstellen, dass das so weitergeführt wird.“ 

Von Hofstetter habe er sich einiges abschauen können, beispielsweise seinen konstruktiven Stil in den Gemeinderatssitzungen. Der amtierende Bürgermeister habe immer geschaut, alle mitzunehmen und keine Unterschiede gemacht zwischen den Parteien. „So ist es wichtig und richtig. Das würde ich so weiter führen.“ Ihm sei klar, dass er als SPD-Kandidat keine SPD-Mehrheiten erzielen würde, das sei auch nicht sein Ansinnen. Er wolle sachorientierte Lösungen anbieten, für die sich die Mehrheit entscheiden könne. Auch beruflich übernehme er Verantwortung, sei seit über 20 Jahren im Betriebsrat, seit kurzem Gesamtbetriebsratsvorsitzender“, fügte er noch an. „Wenn es für euch in Ordnung ist, würde ich in den Wahlkampf eintreten“, sagte er zu seinen Genossen, die ihm gleich ihr Wohlwollen und ihre Unterstützung zusagten. Sein Amt als Vorsitzender des SC Moosen bleibe von seiner Kandidatur unberührt, betonte er. „Das macht mir Spaß und ich hatte als Sportreferent immer ein offenes Ohr für alle Sportvereine.“   - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Autobahn-Tankstelle in Dorfen eröffnet
Autobahn-Tankstelle in Dorfen eröffnet
Magenta 2.1 Telekom Lounge in Dorfen eröffnet
Magenta 2.1 Telekom Lounge in Dorfen eröffnet
Bastian Springer aus Taufkirchen im "The Voice of Germany"- Battle
Bastian Springer aus Taufkirchen im "The Voice of Germany"- Battle
Der BLLV begrüßt die neuen Lehramtsanwärter im Landkreis Erding
Der BLLV begrüßt die neuen Lehramtsanwärter im Landkreis Erding

Kommentare