Bürgerversammlung

Über 50 Prozent für Bildung und Betreuung investiert

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Bürgermeister Franz Hofstetter und sein Team haben wieder richtig angeschoben.

Und über 50 Prozent dafür Zuschüsse kassiert. 2013 soll es wieder etwas langsamer gehen mit den Investitionen.

Taufkirchen – Viel hat die Gemeinde Taufkirchen in den vergangenen zwei Jahren ausge- geben. Bei der Bürgerversammlung berichtete Bürgermeister Franz Hofstetter detailliert und bebildert über alle Maßnahmen. 

Insgesamt wurde für Bildung und Betreuung eine Summe von über 23 Millionen angesetzt. Die Erweiterung des Mehrgenerationenhauses kostet über eine Million Euro, die energetische Sanierung und Aufstockung der Grundschule über 7,3 Millionen Euro und die Sanierung und der Ersatzbau für die Mittelschule über 4,4 Millionen Euro. 

„Wir haben schon einen Haufen geleistet“, sagte Bürgermeister Franz Hofstetter in der Bürgerversammlung. „Wir haben Kredite aufgenommen. Die wollen wir abbezahlen.“ Dann werde mit der Mittelschule Haus B und F sowie der Turnhalle weitergemacht. Wann, das stehe noch nicht fest. Es gehe unter anderem noch um den künftigen Raumbedarf und die Finanzierung.

Weitere 860.000 Euro Kostenaufwand pro Jahr habe die Gemeinde für die Kindertagesstätten. Stolz sei Hofstetter darauf, dass jedes Kind der Gemeinde einen Platz erhalte. „Die deutschlandweite Diskussion brauchen wir nicht zu führen, weil es bei uns selbstverständlich ist.“ Obwohl der Bedarf momenten zu 100 Prozent gedeckt sei, gehe er von einer weiteren Steigerung aus. 

Auch in Erholung und Freizeit habe man viel investiert, sprich die Vereine finanziell bei unterschiedlichen Baumaßnahmen unterstützt. Er nannte das Vereinsheim das SC Moosen, den Kletterturm des Alpenvereins oder die Sanierung der Reithalle sowie Betriebskostenzuschüsse und Jugendförderung. Das Waldbad sei mittlerweile an das Fernwärmenetz der Gemeindewerke angeschlossen. Das spare pro Jahr 100.000 Liter Heizöl.  Für weitere 25.000 Euro werde derzeit der Skaterplatz nach Hilpolding verlegt. 

Die Nutzung des Wasserschlosses schlug ebenfalls zu Buche mit 71.500 Euro für die Küche, Schönheitsreparaturen oder die Asphaltierung der Brücke. Desweiteren wurden Zuschüsse für die Renovierung diverser Kirchen geleistet. Für Straßenbaumaßnahmen, Gehwege, Verkehrssicherheit und Beleuchtung wurden über 400.000 Euro bezahlt. 

Die Baubevorratung läuft in der Vilsgemeinde gut. Es gibt noch diverse Grundstücke in allen größeren Orten sowie neue Baugebiete in Taufkirchen und Moosen. Vor allem Moosen „hat eine rasante Entwicklung, die wir so nicht kannten“. An freiwilligen Leistungen (Volkshochschule, Kreismusikschule, Waldbad, Ferienprogramm, Bürgersaal und vieles mehr) wurden über 800.000 Euro investiert bei einem Haushaltsvolumen von über 17 Millionen. Defizitär laufen nach wie vor der Bürgersaal, das Waldbad, der Friedhof und der Gemeindekindergarten.

Erfreulich haben sich die Gewerbesteuer (1,9 Millionen Euro) und Einkommensteuer (3,8 Millionen) entwickelt. Die Schlüsselzuweisungen lagen bei knapp 1,4 Millionen Euro und damit sehr gut, werden aber 2013 niedriger ausfallen. Die Kreisumlage betrug über drei Millionen Euro. Zum Jahresende hat die Gemeinde somit über 7,1 Millionen Schulden. Vor allem durch die Schulen ging der Stand nach oben, so Hofstetter. „Ich bin mir sicher, dass wir nächstes Jahr wieder runter gehen. Man muss immer ein vernünftiges Maß finden.“ Die geplanten Rücklagen von ca. 800.000 Euro fallen höher aus und werden wohl zum Jahresende bei über 2,2 Millionen Euro liegen. Auch das ist eine erfreuliche Entwicklung. Den Schulden für Wohn- und Gewerbegebiete in Höhe von 4,5 Millionen Euro stehen 8,1 Millionen an Vermögenswerten gegenüber. Für 2013 seien keine neuen Kredite geplant. Haushaltsschwerpunkte seien dann die Klärwerksertüchtigung, Straßenbau, das Projekt lebendige Ortsmitte, der Pausehof für das Schulzentrum, die Sanierung der Grundschule Moosen und des Bauhofs sowie der Neubau Feuerwehrhaus Wambach.   til

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