Leselust statt -frust

Über 600 Schüler aus den Gemeinden Dorfen und Taufkirchen nutzten den Welttag des Buches

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Branko Pajtler (stehend) bringt den Kindern spielerisch und kindgerecht die Arbeit eines Buchhändlers näher.

Buchhändler Rita Elas und Branko Pajtler hatten zu einer spannenden Unterrichtsstunde in die Dorfener Buchhandlung geladen oder zum Besuch vor Ort 

Dorfen – Der Welttag des Buches ist für Rita Elas und Branko Pajtler alle Jahre etwas ganz Besonderes. Denn die Inhaberin der Dorfener Buchhandlung und ihr Angestellter lieben Bücher und diese Liebe wollen sie an Kinder weitergeben. Deshalb haben sie auch dieses Jahr wieder innerhalb von zwei Wochen rund 600 Schüler aus Dorfen und den Umlandgemeinde in die Buchhandlung eingeladen beziehungsweise die Viert- und Fünftklässler in Taufkirchen und Moosen besucht. Denn in der Vilsgemeinde gibt es ja keine Buchhandlung mehr, sagt Pajtler. Alle Kinder erhielten ein Buchgeschenk „Der geheime Kontinent“. Die Bücher werden durch eine groß angelegte, Sponsorenaktion finanziert vom Medien, Bahn, große Verlage und der Buchlegerverband oder der Börsenverein. „Das ist der Aufhänger“, erklärt der Buchhändler.

Die Buchhandlungen können die Kinder zu sich einladen und unterschiedlichste Aktionen anbieten. Pajtler und Elas machen das gerne und sich alle Jahre richtig viel Arbeit. Es werden Rollenspiele und viele Rätsel zu Büchern, Geschichten und Autoren von den beiden angeboten, um den Kindern ein möglichst abwechslungsreiches Programm zu bieten und ihnen Lust auf Lesen und Bücher zu machen. Den Schüler macht dieses Frage-Antwort-Spiel richtig Spaß. Gleich bei den Eingangsfragen schnellten bei den 20 Vierklässlern der Dorfener Grundschule Nord die Finger in die Höhe, weil so viele ihren eigenen Beitrag los werden wollen. Pajtler versteht es bestens, ihnen spielerisch und kindgerecht die vielfältige Arbeit eines Buchhändlers näher zu bringen. 

Auch Klassleiterin Barbara Floßmann ist begeistert über die aufgeweckten Fragen und die vielen klugen Antworten. So erfahren die Kinder das Shakespeare und Cervantes am Welttag des Buches gestorben sind, allerdings schon vor sehr vielen Jahren oder was der Unterschied zwischen einer Bibliothek und einer Buchhandlung ist. Auch über die vielen Deutschen, die nicht lesen können, unterhalten sich der Buchhändler und die Schüler. „Waaaass?!“ lautet ihre erstaunte Reaktion, als er ihnen verrät, dass die Dorfener Buchhandlung rund 20.000 Bücher im Laden hat. Diese könnte man alphabetisch, nach Alter oder nach Inhalt sortieren, meinen die Kinder auf seine Frage. Sie dürfen ihre Lieblingsbücher nennen, die vom Krimi bis zum Fachbuch reichen und Passagen vorlesen, wobei ihre Klassenkameraden erraten müssen, aus welchem Buch sie stammen. So aufgeweckt, wie hier alle mitmachen, würde man es sich wohl bei jeder Unterrichtsstunde wünschen. Die Kindern lernen: Es gibt viel zu tun in einer Buchhandlung. „Uns wird nie langweilig. Gelesen wird daheim“, erklärt ihnen Elas. Der „Riesenaufwand“ mache sich für sie bezahlt, betont sie. Denn „die Kindern lernen uns kennen und auch die Taufkirchener und Moosener kommen wieder zu uns“, wenn sie ein neues Buch brauchen.  - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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