Musikalisches Treffen

Überwältigender Applaus beim Volksliedabend im Gutsgasthaus in Thambach

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Thambach - Schmissig und „mit Riß“ leitete die Schladl-Musi, eine boarische Tanzlmusi, die sich 2008 auf dem Schladlhof in der Nähe von Altötting zusammenfand, mit dem „Marsch der Witzigkeit“ den Volksmusikabend am Kirchweihmontag im Gutsgasthof in Thambach ein. 

Dass sich der Volksmusikabend in Thambach gut eingebürgert hat, bewies der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal. Aus dem Pongau im Land Salzburg stammt die Ansagerin des Abends Christina Kellner. Sie sprach die verbindenden Worte und wusste Musik und Gesang mit Anekdoten und Geschichten in Reimform zu würzen. Ebenfalls beteiligt ist die Ansagerin bei der Kidlpartie, vier Frauen mit Harfe, Kontrabass, Hackbrett und Ziach, die sich aus Musikseminaren kennen und ebenfalls schwungvoll mit dem „Vogelfrei-Landler“ begannen. „Da Summa is umma“ hieß es beim Chiemseewinkl-Dreigsang, der mit weiteren Jagd- und Liebesliedern aufwartete. 

Selten gehörte Lieder, wie das vom Zwetschgendatschi waren vom Haager Viergsang zu hören. Auf den Zwiefachen „S’Suserl“ reimten sie Strophen über die neuen Kommunikationsarten Internet und WhatsApp, kamen aber dann doch wieder auf das bewährte zwischenmenschliche zurück. Die drei Gitarristen des Kirchschlager Gitarrentrios erinnerten zum Eingang mit dem Boarischen „Im Löwenbräu“ an das vergangene Oktoberfest und bestachen bei allen Stücken mit ihrer Spielweise. Traditionell und zu Kirchweih passend ist mit Schlachtschüssel, Kesselfleisch und Schweinswürstl die Verpflegung in der Pause. Etwas stiller und nachdenklicher gestaltete sich anschließend das Programm mit dem Jodlerlied „Jetzt ziagt der Herbst ins Land“ vom Haager Viergsang, dem Kehlburger Jodler und Walzer von der Kidlpartie, dem Herbstlied „Braune Wiesn, nasse Steigerl“ vom Chiemseewinkl-Dreigsang, dem „Bolsena-Walzer“ vom Kirchschlager Gitarrentrio und dem Walzer „Herzblut“ von der Schladl-Musi. 

Der Beifall zwischen den Stücken bewies, dass es den Besuchern gefallen hat. Der überwältigende Applaus zum Schluss bewog die Ansagerin zu ihrem Vorschlag, gemeinsam mit den Besuchern unter Begleitung der Musikanten das Lied „Lasset uns das Leben genießen“ zu singen. Begeistert und mit Überschwang erschallten die Liedklänge zum Abschluss eines gelungenen Abends. - August Grundner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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