VBEW informiert

Viele Photovoltaik-Anlagen in Bayern sind nicht amtlich registriert

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach
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PV-Anlagen, die vor dem 31. Januar 2019 in Betrieb genommen wurden, müssen bis zum 31. Januar 2021 registriert sein. (Symbolbild)

200.000 PV-Anlagen droht der Vergütungsstopp – Im Netzgebiet der Stadtwerke Dorfen GmbH sind nahezu 400 Kunden betroffen

Region/Dorfen – Während der Gesetzgeber noch an einer finanziellen Nachfolgeregelung für einige wenige Photovoltaikanlagen arbeitet, die nach 20 Jahren Betrieb ab dem 31. Dezember 2020 ausgefördert sind, bahnt sich für viele Photovoltaik-Anlagenbetreiber in Bayern ein hausgemachtes viel größeres Problem an: Wer seine Anlage bis zum 31. Januar 2021 nicht amtlich registriert hat, bekommt keine Vergütung mehr für seinen eingespeisten Strom, laut Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. - VBEW.

So wolle es der Gesetzgeber. Die erforderliche Meldung an das sogenannte Marktstammdatenregister haben nach Informationsstand des VBEW nur etwa zwei Drittel der Anlagenbetreiber bisher erledigt. „Es wäre doch ein Jammer, wenn die Anlagenbetreiber ab Februar 2021 kein Geld mehr für den eingespeisten Strom vom Netzbetreiber erhalten. Da helfe nur schnell die Anmeldung im Marktstammdatenregister-Webportal der Bundesnetzagentur nachzuholen und damit ist der Zahlungsfluss sichergestellt“, sagt Detlef Fischer, Geschäftsführer des VBEW in der Pressemitteilung.

Fast alle der rund 600.000 Photovoltaik-Anlagen in Bayern erhielten für den in das öffentliche Netz eingespeisten Strom regelmäßig eine Vergütung von ihrem Netzbetreiber. Diese Zahlung liege deutlich über dem Marktwert. Für die Differenz kämen alle Stromkunden die Elektrizität aus dem Netz beziehen über die EEG-Umlage auf. Neben vielen Privilegien hätten die Anlagenbetreiber aber auch die Pflicht, ihre Anlage(n) im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (www.marktstammdatenregister.de) anzumelden.

Vor dem 31. Januar 2019 in Betrieb genommene Photovoltaik-Anlagen (einschließlich Stromspeicher) müssten bis zum 31. Januar 2021 registriert sein; danach in Betrieb genommene Anlagen bereits einenMonat nach Inbetriebnahme der Anlage. Bundesnetzagentur und Stromnetzbetreiber würden die Anlagenbetreiber regelmäßig über diese von ihnen zu erledigende Aufgabe informieren, heißt es..

In Bayern seien derzeit rund 200.000 Anlagen noch nicht registriert. Diese Arbeit sei mit ein paar Klicks im Internet erledigt. Auch für ungeübte Internetnutzer sei das in einer halben Stunde geschafft. Es gebe diverse Vermutungen, warum das so schleppend vonstatten gehe. „Die Daten im Marktstammdatenregister sind für jedermann zugänglich. Da werden wohl einige Anlagenbetreiber auch Angst vor dem Finanzamt haben, denn der recht ordentliche Gewinn aus dem Betrieb einer Photovoltaik-Anlage muss regelmäßig versteuert werden“, resümiert Fischer.

Der VBEW hat eine Hotline geschaltet, bei der sich betroffene Anlagenbetreiber über ihre Pflichten und die weitere Vorgehensweise informieren können unter Tel. (0 89) 38 01 82 65 (Siglinde Sonnenholzer). Weitere Infos zum VBEW gibt es auch im Internet: http://www.vbew.de - VBEW

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