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Wärmedämmung im Unterricht

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Architekt Alfons Lengdobler stellte die Funktion der Würfel einer siebten Klasse der Mittelschule unter der Leitung von Ulrike Fleck vor. © sts

Bis März 2016 sind zwei Musterbauteile in Vilsbiburg zu sehen: Die sogenannten PLUS-MINUS-Boxen.

Vilsbiburg – Derzeit wecken zwei futuristische Würfel am Zugang vom Haslbeck-Parkplatz zum Stadtplatz das Interesse der Passanten. Klimaschutzmanager Georg Straßer konnte die PLUS-MINUS-Boxen, ein Projekt des Passivhauskreises Rosenheim-Traunstein, für die Stadt Vilsbiburg gewinnen. Die „MINUS-Box“ ist das Modell eines nach der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) gedämmten Gebäudes, bei dem die Dämmstärke nur wenige Zentimeter dick ist, sozusagen die Pflicht-Variante. Die „PLUS-Box“ ist das Modell eines Passivhauses mit rund 30 Zentimeter bester Dämmung – und damit die Kür im Hausbau hinsichtlich Wärmeschutz. Der Innenraum der beiden Würfel wird durch Glühbirnen erwärmt und konstant auf 20 Grad gehalten. Das Display im Fenster zeigt den Stromverbrauch der Leuchtmittel und damit den Energiebedarf der jeweiligen Box an. Über die Wintermonate kann man hier sehr gut den zunehmenden Unterschied der beiden Boxen im Wärmeverbrauch beobachten. Architekt Alfons Lengdobler aus Pfarrkirchen stellte als Mitglied des Passivhauskreises die Funktion im Beisein einer siebten Klasse der Mittelschule unter der Leitung von Ulrike Fleck vor. Die Kinder werden in den kommenden Wochen als Projekt im Rahmen des Umweltunterrichts laufend die Temperatur und den Stromverbrauch am Display ablesen, eine Tabelle erstellen und zum Projektende eine grafische Auswertung anfertigen. Lengdobler lobte das Engagement der Stadt Vilsbiburg für den Klimaschutz, nachdem er sich über die laufenden Aktivitäten erkundigt hatte. Bürgermeister Helmut Haider bedankte sich beim Passivhauskreis für die kostenlose Leihgabe der PLUS-MINUS-Boxen. „Wir haben sie an einer gut frequentierten Stelle platziert, um möglichst viele Bürger aus nah und fern mit der Anregung zu konfrontieren: „Das Projekt zeigt den Vorteil der Wärmedämmung und damit verbunden die Kosteneinsparung an. Das sollte die Bürger motivieren, die Klimaschutz-Förderprogramme der Stadt für Maßnahmen für die Wärmedämmung zu nutzen.“

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