Neues Angebot

Waldpädagogik für Taufkirchen?

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Kindergarten-Referentin Sosa Balderanou-Menexes und Bürgermeister Franz Hofstetter setzen auf gute Zusammenarbeit mit den Kindergarten-Leiterinnen.

Taufkirchen – Über 300 KiTa-Plätze gibt es in der Vilsgemeinde, alle sind belegt, aber es werden dringend neue benötigt. Deshalb kam man auf die Idee Waldpädagogik anzubieten, erklärt Bürgermeiser Franz Hofstetter und betont: „Wir brauchen schnell was.“ Denn wahrscheinlich schon im nächsten Herbst seien zusätzliche KiTa-Gruppen erforderlich. „Da geht es uns, wie allen anderen Kommunen.“ In den Jahren 2016 bis 2018 waren es über 100 Babys pro Jahr. Diese Zahlen sprechen für sich.

Erweiterungsmaßnahmen wurden bereits im St. Pauli-Bekehr-Kinderhaus durchgeführt, in dem zwei Container aufgestellt und bezogen wurden. Ein richtiger Bau soll noch folgen. In Moosen werde ab Dezember ein Erweiterungsanbau durchgeführt. „Laut unserer Berechnung reicht das aber nicht, damit jedes Kind einen Platz kriegt. Angedacht sei ebenfalls auf der Gutswiese eine fünfgruppige Einrichtung zu bauen, aber dafür müsse erst der Plan für das Baugebiet fertig gestellt werden. Aber „dort könnten wir, wenn es wirklich brennt, von jetzt auf gleich Container hinstellen." Die neue Waldkindergartengruppe wäre ein neues Angebot des Kindergartens an der Fichtenstraße, dem einzigen in eigener Trägerschaft, „wenn die Eltern es annehmen“, relativiert Hofstetter und erklärt, dass das Angebot sich nicht auf Gemeindebürger beschränke. 

Bei einen Infoabend am Donnerstag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr im Festsaal des Wasserschlosses werde das Thema Waldpädagogik genau erörtert, mit Berichten des Oase-Lebenskreises, der zugleich beworben werden soll, einem Filmbeitrag und organisatorischen Details zum Angebot im Gemeindekindergarten. Die Waldpädagogik soll keine Konkurrenz zum bereits seit 20 Jahren bestehenden OASE-Naturkindergarten schaffen, unterscheide sich aber von ihm in einigen Punkten, etwa den Buchungszeiten, die von 7 bis 16 Uhr möglich seien, ebenso ein Mittagessen könne gebucht werden. Treffpunkt sei an der Fichtenstraße, von dort würden die Kinder mit ihren Betreuern in den Wald gehen, wo die Gemeinde ein Stück Wald besitze. Eine Schützhütte für extreme Wetterlagen und eine Unterkunft werde es im Wald geben, deren Ausgestaltung noch frei ist. Gemeindemitarbeiterin Christine Empl habe gute Vorarbeit geleitet, einige Vorschläge eruiert. Zudem treffen man sich regelmäßig mit den Leiterinnen der verschiedenen KiTas. Dabei würden solche Ideen, wie die der Waldpädagogik geboren. Auch ein internationaler Kindergarten sei schon mal diskutiert worden, fügt Kindergarten-Referentin Balderanou-Menexes an. Über 300 KiTa-Plätze gibt es derzeit für Kinder im Alter von null bis sechs Jahren in der Gemeinde Taufkirchen. Jedes, der sechs Kinderhäuser, sowie die Krippe Spatzennetz habe ein anderes Konzept und alle seien sie ausgebucht. Damit können die Eltern nicht nur nach dem bestem Standort, sondern auch nach Inhalten oder Buchungszeiten auswählen. Diese Vielfalt war und ist Hofstetter wichtig, sie möchte er mit dem Angebot Waldpädagogik nun möglichst noch erhöhen.  - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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