Brauchtum in Zeiten von Corona

Wasentegernbacher Trachtler feiern „Gaufest dahoam“

Zum Kirchenzug versammelten sich 80 Trachtler.
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Zum Kirchenzug versammelten sich 80 Trachtler.

Ein kleines aber feines Trachtenfest war organisiert worden

Wasentegernbach – ‚Gaufest dahoam‘, so lautet nach 2020 schon zum zweiten Mal der Aufruf des Trachten-Gauverbands. Die Wasentegernbacher Trachtler sollen wie alle anderen Vereine, die seit Monaten andauernde „Lähmung aller Freuden, die ein Trachtler hat, das Plattln, das Tanzen, das Dirndldrahn, das gemeinsames Musizieren, wenigstens einen Tag lang hinter sich lassen“.

Gerhard Meyer, der 1. Vorsitzende der Wasentegernbacher nahm dieses Mal den Aufruf an und organisierte spontan zusammen mit der Pfarrei und der Wagnerwirtin von Wasentegerbach dieses kleine aber feine Trachtenfest. Zeit hatten ja alle Vereinsmitglieder, weil der dritte Sonntag im Juli alljährlich für das Gaufest des Gauverbands I reserviert ist. Nur fuhren die Trachtler halt nicht wie geplant nach Bergen zum 130. Treffen dieser Art, sondern zum Trachtenheim.

80 festlich gewandete Trachtler stellten sich dort zum Kirchenzug auf. Angeführt von der Trachtenkapelle und der Fahnenabordnung ging es zum Außengelände der Firma Gruber. Dort hatte der Messner Michael Schlickenrieder am frühen Morgen trotz Nieselregen, alles für den Wortgottesdienst am Fuße der Filialkirche St. Johannes vorbereitet.

„Glaube und Tracht gehören zusammen“, so Vorsitzender Meyer in seiner kurzen Ansprache an alle Teilnehmer. Seine Danksagung galt allen fleißigen Händen, die zum Fest beigetragen haben. Der Abmarsch führte zum hervorragend angerichteten Mittagstisch beim Wagnerwirt.

Die Trachtenkapelle begleitete bis zum Nachmittag das Beisammensein. Mit Freude unterstützte sie auch die Aktiven-Gruppe und Plattler des Vereins bei ihren Tanzeinlagen. „Es war schön zu hören und zu sehen, dass de Musi, de Junga und de Schnoitzer nix vergess’n ham. G‘lernt is halt g’lernt.“

Und als am Nachmittag noch die Sonne rauskam, mag sich der eine oder andere gedacht haben, dass der Petrus auch ein Trachtler sein müsse, vermutlich sogar ein Wasentegernbacher, weil der Verein nach dem Gründungsfest 2019 wieder so Glück mit dem Wetter hatte. - Rudi Wolf

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