Religion in Zeiten von Covid-19

Wieder griechische Gottesdienste in Taufkirchen

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Beim Empfang zum 60. Geburtstag von Taufkirchens Bürgermeister Franz Hofstetter (l.): Erzpriester Apostolos Malamoussis und Gemeinderätin Sosa Balderanou.

Taufkirchen – Die Corona-Pandemie in Bayern hat auch die griechisch-orthodoxe Gemeinde in Taufkirchen/Vils schwer getroffen. Zunächst war eine neue Besetzung der Pfarrstelle erforderlich, da die beiden Geistlichen, Erzpriester Apostolos Malamoussis und Erzpriester Ploutarchos Kostantinidis, die die Gottesdienste in der Evangelisch-Lutherischen Johanneskirche bisher abgehalten haben, wegen ihres Alters zur so genannten Risikogruppen gehören. Ab 31. Mai, wird Erzpriester Georgios Vletsis den kirchlichen und pastoralen Dienst in Taufkirchen und Umgebung übernehmen.

Taufkirchener Gemeinderätin hilft bei Organisation

 Die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Taufkirchen wendet die Anweisungen der Bayerischen Staatregierung über Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus treu an. „Um unsere harmonische Zusammenarbeit mit dem Staat zu demonstrieren, hat Archimandrit Georgios Siomos, der Vorsteher der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Taufkirchen, das spontane freiwillige Hilfsangebot der Gemeinderätin Sosa Balderanou gern angenommen und sie beauftragt, eine Liste der Gottesdienstbesucher anzufertigen und bei jedem Gottesdienst am Eingang der Kirche zu stehen, um die ordentliche Umsetzung der entsprechenden staatlichen Vorschriften zu koordinieren. „Wir sind der Gemeinderätin Sosa Balderanou innigst verbunden für ihre Bereitschaft, sich auch in dieser schwierigen Situation für das Wohl der bayerischen Gesellschaft zu engagieren“, sagt Malamoussis „Da wir über zwei Monate wegen der Corona-Krise keine Gottesdienste feiern durften, musste unsere Gemeinde auch finanzielle Rückschläge hinnehmen. Wie bekannt erhebt die Griechisch-Orthodoxe Kirche keine Kirchensteuer und lebt ausschließlich von Gottesdienstbesuchen und Kollekten“, erklärt der Erzpriester des Ökumenischen Patriarchats und zugleich bischöflicher Beauftragter für die staatlichen Belange im Freistaat Bayern. Dem evangelischen Pfarrer Edson Schumacher sei die griechische Kirchengemeinde sehr dankbar für seine Zustimmung, auch während der Corona-Krise in der Johanneskirche orthodoxe Gottesdienste feiern zu dürfen. Am 31. Mai, um 11.30 Uhr wird Erzpriester Georgios Vletsis den Gottesdienst in der Johanneskirche feiern. Erzpriester Apostolos Malamoussis wird ebenso teilnehmen und den neuen Seelsorger der Gemeinde vorstellen.   - til

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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