Vortrag

Die Wildland-Stiftung Bayern diskutiert über Artenschutz

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Es wird heiß diskutiert, um optimale Bedingungen für das Überleben der Artenvielfalt schaffen.

Mühldorf – Die Wildland-Stiftung Bayern hat im Rahmen des BayernNetzNatur-Projekts „Natur.Vielfalt.Isental“ zu einem Treffen zwischen Vertretern der Jägerschaft, den Unteren Naturschutzbehörden Erding und Mühldorf sowie dem BUND Naturschutz eingeladen.

Anlass der Veranstaltung war das Thema Jagd auf die natürlichen Feinde der Wiesenbrüter und ihrer Gelege. Das Projekt widmet sich insbesondere dem Wiesenbrüterschutz, denn Kiebitz, Bekassine und Co. waren im Isental früher häufig anzutreffen, sind heute aber zu wahren Raritäten geworden. 

Dabei wird das Projekt von den Kommunen Lengdorf, Dorfen, Schwindegg, Obertaufkirchen und Rattenkirchen unterstützt, die sich mit der Wildland-Stiftung Bayern zu einer Trägergemeinschaft zusammengeschlossen haben. In regem Austausch wurden Erfahrungen, wissenschaftliche Studien und Lösungsansätze diskutiert, immer mit dem Ziel, eine naturfreundliche Jagd zu gestalten. 

Unumstritten wird als Grundvoraussetzung für das Überleben der Wiesenbrüter der Erhalt ihrer Lebensräume gesehen. Als begleitende Maßnahme kann die Jagd jedoch ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt bodenbrütender Vogelarten leisten, indem sie die Raubwildbestände reduziert.

Verschiedene Maßnahmen diskutieren

Der BUND Naturschutz setzt dabei jedoch auf Maßnahmen ohne Flinte und empfiehlt etwa temporäre Elektrozäune, die sich andernorts bewährt haben. Die öffentliche Akzeptanz der Jagd ist allerdings ebenso notwendig, wie das Feingefühl und die Beobachtungsgabe des einzelnen Jägers, in dessen Verantwortung das natürliche Gleichgewicht der Lebewesen in seinem Revier liegt. 

Auch wenn zwischen den verschiedenen Interessensvertretern nicht in allen Punkten Einigkeit erlangt werden konnte, so haben doch alle ein gemeinsames Ziel: optimale Bedingungen zu schaffen, um das Überleben der Wiesenbrüter im Isental langfristig sichern zu können. Mit diesem Bestreben war die Veranstaltung Auftakt und Weichenstellung einer guten künftigen Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts. Carina Baum

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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