Rückblick

St. Wolfganger Freiwillige Feuerwehr und First-Responder-Team hatten zahlreiche Einsätze

+
Das neue LF 20 der FFW St. Wolfgang hat sich im Einsatz bereits bewährt.Foto: w

St. Wolfgang – Null Risiko bei den Feuerwehren: Deshalb hat die Corona-Krise nicht nur die Einweihung des neuen LF 20 Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr St. Wolfgang verhindert, sondern auch die Jahreshauptversammlung. Beides ist „auf unbestimmte Zeit verschoben“, berichtet 1. Kommandant und Kreisbrandmeister (KBM) Florian Axenböck. Die Einsatzstatistik 2019 belegt, dass St. Wolfgangs Hauptfeuerwehr wieder einiges zu tun hatte. 

Einen Großeinsatz gab es gleich Anfang 2019. Bei der Schneekatastrophe im Alpengebiet war St. Wolfgangs Wehr drei Tage in Berchtesgaden mit Beteiligung aus allen sechs St. Wolfganger Wehren dabei, betont Axenböck. 169 Einsätze gab es (2018: 168), die wenigsten der letzten sechs Jahre waren 145. Samstags war die Wehr am meisten gefordert (37 Einsätze) und donnerstags am wenigsten (16). Sieben Brände waren zu bekämpfen und es gab fünf Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen. Technische Hilfeleistungen vom Verkehrsunfall bis zur Vermisstensuche waren es insgesamt 131, davon rückte das First Responder-Team der Feuerwehr 102 Mal aus. Bei 64 verschiedenen Übungen hatten insgesamt 863 Feuerwehrdienstleistende teilgenommen und dafür 2518 Stunden aufgewendet. Die „großartige Jugendarbeit“ leiten Wolfgang Hartinger und Michael Grieger. Der Feuerwehr-Nachwuchs „übt fleißig“ jeden zweiten Freitag. Für Einsätze und Übungen wurden von den Aktiven zusammen 3851 Stunden Freizeit geopfert für den Dienst am Nächsten. Fort- und Weiterbildungen sowie Führungsbesprechungen sind da nicht berücksichtigt. Zudem sind regelmäßige Bewegungsfahrten der vier Einsatzfahrzeuge nötig, die insgesamt 10.697 Kilometer bewegt wurden. 

Für das enorme Engagement und die Einsatzbereitschaft bedankt sich der Kommandant bei seiner Mannschaft „ganz herzlich“. Das neue LF 20 ist in Dienst gestellt. An Bord ist ein Löschwassertank mit 3000 Litern, 200-Liter-Schaummitteltank, 5000 Liter-Faltbehälter sowie ein Schwimmsaugkorb, eine Multifunktionsleiter, ein Wasserwerfer, Defibrillator, Verkehrsabsicherungshaspel und Akkustrahler. Über 30 Jahre leistete das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) beste Dienste und hat trotz der Neuanschaffung nicht ausgedient. Das alte HLF 16 wurde nicht aussortiert, sondern wird auf Vorschlag der St. Wolfganger FFW-Führung zu einem Versorgungsfahrzeug umgebaut. Hintergrund ist, dass die Wehr jetzt auch zu Einsätzen auf der A94 gerufen wird. Dazu ist ein Verkehrssicherungsanhänger (VSA) nötig, um die Einsatzkräfte auf der Autobahn zu schützen. Das HLF wird etwa ab Juni als Zugfahrzeug für den VSA zum Einsatz kommen und künftig zudem nicht nur Material-, sondern neun Leute als Besatzung transportieren. Neu ist, dass es bei der St. Wolfganger Wehr künftig drei Kommandanten gibt, wodurch man die wachsenden Aufgaben besser verteilen und Belastungen reduzieren kann. Nun hofft man, dass im neuen Gemeinderat bald eine Lösung für einen künftigen Standort für ein neues Geräthaus und die weitere Vorgehensweise gefunden wird.   - we

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Corona-Virus im Landkreis Erding
Corona-Virus im Landkreis Erding
Aktueller Sachstand zum Corona-Virus im Landkreis Erding
Aktueller Sachstand zum Corona-Virus im Landkreis Erding
Betrügerische Handwerker in Taufkirchen unterwegs
Betrügerische Handwerker in Taufkirchen unterwegs
Verkehrsunfall in Dorfen aufgrund verschmutzter Fahrbahn
Verkehrsunfall in Dorfen aufgrund verschmutzter Fahrbahn

Kommentare