Schlüsselübergabe

Ein Ort der Würde

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Jeder der am Bau Beteiligten zündet eine Kerze an, die Teil eines leuchtenden Kreuzes ist.

Mit einem Gottesdienst und einer kleinen Feier hat die Gemeinde St. Wolfgang ihre neue Aussegnungshalle in Lappach eingeweiht

Lappach – Die neue Aussegnungshalle in Lappach interessierte viele Menschen. Deshalb mussten auch einige Besucher bei der Eucharistiefeier in der Filialkirche St. Remigius stehen, ebenso wie später bei den Ansprachen in dem neuen, ansprechend und großzügig gestalteten Bauwerk. Dort begrüßte Bürgermeister Ullrich Gaigl im Anschluss die Gäste. Damit sei ein Ort geschaffen worden, an dem sich die Hinterbliebenen „mit Würde“ von den Verstorbenen aller Konfessionen und Glaubensrichtungen verabschieden können. Die Gemeinde habe das Gebäude errichtet, führte der Bürgermeister weiter aus, denn der Friedhof sei zuletzt vor zwei Jahren um einen gemeindlichen Teil erheblich erweitert worden, das Grundstück stellte die Kirche zur Verfügung. Den Bauantrag stellte die Gemeinde im Jahr 2013 und im letzten Frühjahr war wurde das alte Gebäude abgerissen. Der Kostenrahmen von 585 000 Euro sei eingehalten worden, die Firmen hätten die Arbeiten „zur vollsten Zufriedenheit“ erledigt, so Gaigl. Für Pfarrer Henger ist das neue Bauwerk ein „Übergangsort“ auf dem Weg zu Gott. Hier werde „jeder von uns einmal liegen“. Die evangelische Pfarrerin Ruth Nun aus Haag befasste sich mit der Auferstehung, die neue eigene Gestalt bestimme alleine Gott. Beide segneten diesen Ort zum Abschiednehmen. Bruder Thomas Hessler vom Kloster Gut Aich aus Sankt Gilgen am Wolfgangsee pflegt schon länger eine Freundschaft mit der hiesigen Kirchengemeinde, er hat auch die Fenster ausdrucksvoll bemalt. Der Bruder stellte die Frage, „welcher Horizont liegt hinter diesem Horizont?“ Architekt Isidor Seisenberger erklärte bei der Feier die neuen Räumlichkeiten. Die Halle hat zwei Etagen, das Dach ist versetzt. Die darunter liegenden Räume am Hang führen durch einen Laubengang zum anderen Friedhofsteil. Vorhanden sind außerdem Räume für Geräte und ein Behinderten-Toilette ist von außen zugänglich. Symbolisch zündeten alle am Bau Beteiligten, von den Pfarrern über die Gemeinde bis hin zu Planern und Handwerkern, Kerzen an. Planer Seisenberger übergab einen symbolischen Schlüssel. Anschließend schauten sich die Besucher die neuen Räume an.

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