Lebensort Remelberg

Zehn Jahre Lebensort Remelberg

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Zahlreiche Festgäste waren beim zehnjährigen Jubiläum in Remelberg zu Besuch

2004 eröffnete in Buchbach die Außenstelle der Lebensgemeinschaft Höenberg. Dies wurde jetzt gefeiert

Buchbach– Der Lebensort Remelberg, eine Außenstelle der Lebensgemeinschaft Höhenberg, feierte im Kreise seiner Bewohner, deren Angehörigen, Betreuern und Mitarbeitern, Vertretern aus Höhenberg und im Beisein von Bürgermeister Thomas Einwang und zahlreichen Förderern das zehnjähriges BestehenIn Gedichtform hatte Leiter Heiko Bonzheim die zahlreichen Gäste der Jubiläumsfeier begrüßt. Auch seine folgende Ansprache hielt er in Gedichtsform. Das es zum Lebensort Remelberg kam, hatte seine Ursache darin, dass sich die Lebensgemeinschaft in Höhenberg räumlich nicht mehr weiterentwickeln konnte und durfte. So war man dann bereits 1997 auf der Suche nach einer Außenstelle. Gerne wäre man im Landkreis Landshut geblieben, aber die Immobilienangebote aus dieser Region waren allesamt nicht passend, zum Teil abenteuerlich und auch zu kostspielig. Im August 2000 wurde schließlich die Hofstelle Remelberg in der Gemeinde Buchbach in nur ganz geringer Entfernung zum Stammhaus in Höhenberg angeboten und alle waren sich sofort einig: Dies ist es.Der ehemalige Drei-Seit-Hof liegt in ruhiger und geschützter Alleinlage auf einer Anhöhe, eingebettet und umgeben von 21 Hektar komplett arrondiertem Grund, der zur Hofstelle gehört, von zwei Bächen, mitten im Wald und doch in enger Anbindung nach Buchbach, das zu Fuß bequem und ungefährlich in 20 Minuten über Feldwege zu erreichen ist. Nach einer sehr schwierigen Finanzierung des Kaufpreises und der geplanten Gebäude konnte begonnen werden, das Vorhaben „Lebensort Remelberg“ zu verwirklichen und wieder Platz zu schaffen für weitere Bewohner im Rahmen des Hauselternprinzips und Wohnen im Verbund. Bonzheim dankte besonders dem damaligen Bürgermeister Hans Rambold, der bei der Vewirklichung des Vorhabens tatkräftig mithalf. Vor allem unterstützte er das Projekt im Umgang mit den Behörden. Waren die Bewohner aus Höhenberg schon sehr in das allgemeine Buchbacher Gemeinde- und Geschäftsleben mit eingebunden, so war dies nun ein weiterer großer Schritt zum Ausbau der Integration der Menschen mit Behinderung. 2003 wurde schließlich mit dem Abriss bestehender Gebäude begonnen und 2004 konnte das Haus Michael eröffnet werden. Es folgten die weiteren Häuser wie das Sonnenhaus und im Jahr 2011 das Haus 4. In Remelberg leben aktuell rund sechzig Einwohner, davon über vierzig Menschen mit Behinderung, die mit einem Teil ihrer Betreuer in den vier neuen Häusern auf der ehemaligen Hofstelle Remelberg zusammenleben. Das Leben ist ähnlich strukturiert wie in den Höhenberger Häusern. Die Gemeinschaft entwickelt eine Eigenständigkeit, die den dort lebenden Menschen Heimatgefühl und Zusammengehörigkeit vermittelt. Als dynamische Gemeinschaft mit relativ jungen Bewohnern findet ein aktives Freizeitleben statt, das von Ausflügen mit der Kutsche bis zur Gestaltung der Jahresfeste reicht. Das gemeinsame Feiern kulturell und spirituell bedeutsamer Feste wie Johanni oder Ostern belebt den Lebensort und trägt zur Entwicklung des Remelberger „Wesens“ bei. Nicht nur der große Kirschbaum, die Quellgebiete im Tal und die Hofstelle auf der Höhe haben eine besondere Anziehungskraft. fr

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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