Aus dem Steinhöringer Rathaus

Amtsantritt in Steinhöring

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Die neue Bürgermeisterin von Steinhöring: Martina Lietsch.

Seit dem 1. Mai sitzt mit Martina Lietsch erstmals eine Frau an der Spitze der Gemeindeverwaltung

Steinhöring – Mit überwältigender Mehrheit, mit fast 60 Prozent der Stimmen, wurde Martina Lietsch von der Freien Liste Steinhöring (FLS) im März zur neuen Bürgermeisterin von Steinhöring gewählt. Mit ihr steht erstmals eine Frau der Gemeinde vor. Seit dem 1. Mai ist Lietsch im Amt, am 12.Mai wurde sie vereidigt. 

Die ersten Tage hatte „die Neue“ bereits gut zu tun, wie sie erzählt, auch wenn sie sich ihren Anfang etwas anders vorgestellt hätte. Denn dank der Corona-Krise und den damit verbundenen Abstandsregeln konnte sich die neue Rathauschefin nicht allen Gemeindemitarbeitern gleichzeitig vorstellen. „Ein richtiger Einstand war nicht möglich.“ 

Stattdessen machte sie die Runde und stellte sich den Mitarbeitern einzeln vor. Wobei wirklich vorstellen musste sich die Frau nicht, denn als ehemalige zweite Bürgermeisterin war sie längst allen bekannt. Freudig begrüßt wurde sie allemal. 

Was zum Amtsantritt auch nicht nach Plan lief, war, „dass bisher viele Termine auf Grund der Krise nicht stattfinden konnten, auch in den letzten Wochen meines Vorgängers.“ All das muss nun nachgeholt werden. 

Seit dieser Woche, mit Inkrafttreten der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, ist immerhin das Rathaus wieder vollständig besetzt. Einige waren zuvor vom Homeoffice aus tätig. Doch trotz allem ist die Gemeindeverwaltung noch nicht wieder frei zugänglich. Wer etwas zu erledigen hat, bekommt einen Termin nur nach vorheriger Anmeldung. „Der Haupteingang ist grundsätzlich fürs Publikum geschlossen. Man muss am Hintereingang läuten.“ Und darf das Haus dann nur mit Maske betreten. 

Krise hin und her, Lietsch fühlt sich auf ihrem neuen Stuhl sehr wohl. „Er fühlt sich gut an und bringt neue Perspektiven.“ Das Tagesgeschäft läuft bereits, viele riefen an. 

In Sachen Lagerhaus ist sie bereits aktiv. Dort laufen derzeit Gutachten, auf deren Grundlage die Gemeinde entscheiden will, was aus dem Haus zukünftig werden soll. Als einstige Mitarbeiterin der Naturschutzbehörde am Landratsamt sind ihr natürlich auch ökologische Themen ein Anliegen. Und so will sie sich beispielsweise für die Gewässer stark machen. Sie weiß, wo es Fördertöpfe dafür gibt und will mit diesen Maßnahmen auch die Landwirte unterstützen. 

Ein wenig Sorge bereiten Lietsch die wirtschaftlichen Folgen der Krise. Sie rechnet mit weniger Einnahmen als im Haushalt verabschiedet. Zwar konnten viele, etwa die Handwerker, ihre Betriebe weiter laufen lassen, doch auch in Steinhöring ist die örtliche Gastronomie geschlossen. Und die drei Friseure am Ort waren zu. „Ich hoffe, dass wir alle halten können.“Die in ihrem Wahlprogram angekündigte Bürgersprechstunde will Lietsch nach der Krise einführen. Kees

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